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Unternehmeredition 2-2014

Der Weg an den Kapitalmarkt ist holprig - Stolpersteine und Ausweichsmöglichkeiten

| Unternehmeredition Mittelstandsfinanzierung 20146 Titel Mittelstandsfinanzierung Der Weg an den Kapitalmarkt ist für Familienunternehmen und große Mittelständler derzeit nicht leicht. Einerseits verschreckt der Gesetzgeber Privatinvestoren durch eine extreme Regulierung der Aktienmärkte. Andererseits führen laxe Transparenzvorschriften für Mittelstandsanleihen und Genussrechte zu einer Zurückhaltung bei den Anlegern. Doch es gibt Ausweichmöglichkeiten. VON ANDREA MARTENS W er in Nottingham Bus fahren will, sollte für das Ticket un- bedingt abgezähltes Kleingeld in der Tasche haben. Das empfehlen ein- schlägige Reiseführer potenziellen Be- suchern der beschaulichen Stadt in den englischen East Midlands. Der Grund: Die Fahrer,dieaufden68Buslinienderöffentli- chenVerkehrsgesellschaftunterwegssind, können kein Wechselgeld herauszugeben. Fahrgäste privater Busunternehmen hin- gegen dürfen auf das Abzählen von Mün- zen getrost verzichten. Dafür sorgt ein Un- ternehmen aus Karlsruhe: die init AG. Mit E-Tickets oder aufladbaren Smart- cards erleichtert init nicht nur engli- schen Nutzern von Bus und Straßen- bahn das Bezahlen auf der Strecke. Denn die elektronischen Zahlungssysteme der Karlsruher sind weltweit in vielen öffent- lichen Verkehrsmitteln längst Standard. „Unser zweites Geschäftsfeld sind Leit- systeme für den Öffentlichen Nahver- kehr“, sagt der Vorstandsvorsitzende der init AG, Dr. Gottfried Greschner. Seit er sein Unternehmen 1983 als Universi- täts-Spin-off gegründet hat, ist es stetig gewachsen. Bereits im Jahr 2000 wurde die ursprüngliche GmbH in eine Aktien- gesellschaft überführt. Heute beschäf- tigt die Konzern-Holding init innovation in traffic systems AG weltweit 430 Mitar- beiter und schrieb zuletzt einen Jahres- umsatz von rund 100 Mio. EUR. Zehn Millionen mit dem Gang aufs Parkett „Im Juli 2001 haben wir den Gang aufs Parkett gewagt“, erzählt Greschner. Damals fasste das Unternehmen ge- rade Fuß in den USA, dafür war sehr viel Geld nötig. „Allein über Bank- kredite wäre die Summe nicht zu fi- nanzieren gewesen“, erinnert sich der Vorstand. Der Neue Markt hatte bereits heftige Dämpfer erlebt, doch der Börsengang spülte der init AG 10 Mio. EUR in die Kasse. Blockierter Zugang

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