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Unternehmeredition 2-2014

41Mittelstandsfinanzierung 2014 Unternehmeredition | Entscheider im Gespräch Unternehmerwelt unsere Konzepte und auch unsere Stra- tegien nicht auf kurzfristige Trends, sondern auf langfristige und nachhal- tige Konzeptionen aufbauen und dies auch immer wieder mit neuen Projek- ten unter Beweis stellen. Kalkulieren Sie genauso knallhart wie traditionelle Unternehmen? Wir unterscheiden uns hierbei nicht von anderen Unternehmen. Unsere Kunden finden sicherlich unser Kon- zept gut, aber wir müssen dies mit Qualität und Leistung auch täglich zeigen. Im Verkaufsbereich bei End- kunden muss der Preis stimmen, sonst sind wir nicht marktkonform. Sie haben mittlerweile 200 Beschäf- tige und arbeiten profitabel. Wohin geht die Reise? Unser Ziel ist es, 500 Arbeitsplätze für behinderte Menschen zu schaffen. Der Markt ist da und wir wollen mit neuen Niederlassungen in München, Ham- burg, Frankfurt und Dortmund auch in diesem Jahr weiter wachsen. Mit neuen Geschäftsideen wie im Handysegment wollen wir unsere Kunden in allen IT- Bereichen unterstützen. Wie gelingt es Ihnen, eine Balance zwischen Menschen mit Behinderung und ohne zu schaffen? Bei uns gilt die Regel, dass jeder zweite Arbeitsplatz ein Arbeitsplatz für einen behinderten Mitarbeiter ist. Wir unter- scheiden hierbei nicht nach der Behin- derung, sondern nach guten und weni- ger guten Mitarbeitern. Natürlich tickt ein Unternehmen mit 50% Menschen mit Behinderungen etwas anders, aber Von wegen aussortiert: Bei AfB bekommen Computer ein zweites Leben. wir leben die Inklusion und sprechen nicht täglich darüber. Ist die Philosophie des Unternehmens Wachstum desselben oder geht es um das Wachstum der Idee? Wir können nur Arbeitsplätze schaf- fen, wenn uns große Unternehmen gebrauchte Computer zurückgeben. Andererseits geben sie uns die Geräte nur zurück, wenn wir in der Region des Kunden auch Arbeitsplätze für behin- derte Menschen schaffen. Von daher ist Wachstum für uns eine Notwendig- keit und die Voraussetzung dafür, dass wir unsere Ziele erreichen. Mal ehrlich: Gutes tun und Geld verdienen, passt das zusammen? Bisher hat man eine gemeinnützige Firma mit folgenden Attributen belegt: Hinterhof, tun was Gutes, langhaarig und leben von Spenden. Man hat ei- nem gemeinnützigen Konzept einfach nicht zugetraut, nach wirtschaftlichen Kriterien zu operieren, und niemals gedacht, dass ein gemeinnütziges Un- ternehmen sich am Markt wirtschaft- lich behaupten kann. Warum sollte eine Firma, die 50 Prozent Menschen mit Behinderungen beschäftigt, nicht auch wirtschaftlich erfolgreich sein, also Leistung bringen? Der einzige Un- terschied zu anderen Unternehmen ist die Tatsache, dass wir keine Steuern auf den Gewinn abführen, sondern diese Gelder für unsere Zukunft ver- wenden können. schorr@unternehmeredition.de Bereit zum Versand: Die Nachfrage nach AfB-Hardware ist groß. Gemäß dem Motto „Von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung weltweit“ spendet der AfB-Shop Unna 10 EUR pro verkauftem Laptop an Handicap International. Die humanitäre Hilfsorganisation setzt sich weltweit in über 60 Ländern mit mehr als 300 Projekten für Menschen mit Behinderung ein. Die Programme fördern deren Autonomie und echte Integration in die Gesellschaft für ein aufrechtes Leben. www.handicap-international.de

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