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Unternehmeredition 2-2014

| Unternehmeredition Mittelstandsfinanzierung 201438 Getriebe, Einzelteile und Baugruppen sowie Synchronisierungen. Getrie- be- und Antriebstechnik gehört heute noch zu den Kernkompetenzen eines jeden Automobilherstellers. Deshalb waren wir bis 2005 vor allem auf Klein- serien fokussiert. Dann entschlossen wir uns, in die Großproduktion ein- zusteigen. Begonnen haben wir dann mit der Produktion von Synchroni- sierungen für sogenannte Doppel- kupplungsgetriebe, wo wir uns in den letzten Jahren zum weltweiten Haupt- lieferanten entwickelt haben. Heute agieren wir bei 90% unserer Aufträge als Alleinlieferant. Mit unserem neuen Geschäftsmodell unterstützen wir als Partner die OEMs beim schrittweisen Outsourcing ihrer bisherigen Kern- kompetenzen. Wird das ausreichen, um den Anle- gern den versprochenen Kupon von 7,5% auszahlen zu können? Wir gehen davon aus, die positive Umsatz- und Ertragsentwicklung fortsetzen zu können. Zudem haben wir durch unsere Entscheidung, in China ein eigenes Werk zu errichten, einen Standortvorteil. Von dort wer- den wir auch verstärkt weitere Auto- mobilzulieferer im asiatischen Raum akquirieren. Allein in China wird bis 2020 ein deutlicher Anteil des Pro- duktionsvolumens um rund 65% auf 30,6 Mio. Fahrzeuge erwartet. Die Kapazität unseres Werks in China ist jetzt schon auf 1, 5 bis 2 Mio. Stück ausgelegt, also in etwa noch ein- mal so viel wie wir jetzt in unseren Werken in Leipzig und der Slowakei produzieren. Welche Sicherheiten kann die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig den Zeich- nern der Anleihe noch bieten? Wir haben eine zusätzliche Besiche- rung eingebaut, wie sie in herkömm- lichen Unternehmensanleihen nicht üblich ist. Die Anleiheforderungen wurden über eine Verpfändung von Anteilen an Tochtergesellschaften ab- gesichert. Diese Anteile werden über einen Treuhänder verwaltet. Nun ist die Emission einer Anleihe ge- rade für einen Mittelständler mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden, ohne dass dadurch das Tagesgeschäft ver- nachlässig werden sollte. Wo fanden Sie die entsprechende Unterstützung? Das ist richtig. Eine erfolgreiche Anlei- he legt man nicht so nebenbei auf. Es sind die Unternehmenszahlen offen- zulegen, es ist ein Anleiheprospekt zu erstellen und Roadshows vor den In- vestoren zu absolvieren. Wir konnten hier auf das Wissen unseres langjähri- gen Partners bdp Bormann, Demant & Partner zurückgreifen, der zum einen Erfahrungen mit der Emission von Mittelstandsanleihen hat und anderer- seits über gute Kenntnisse auf dem chi- nesischen Markt beim Aufbau von Pro- duktionsstätten verfügte. So konnten wir bei der Wahl unseres Standortes Tinjian und dessen Sonderwirtschafts- zone TEAE vom Wettbewerb der chine- sischen Provinzen untereinander pro- fitieren und bekamen für unser Werk auch Sonderkonditionen in Form von Subventionen. Mit der Emission Ihrer Anleihe kam wieder Belebung in den Anleihe- markt. Was raten Sie mittelständi- schen Unternehmen, die sich mit dem Gedanken tragen, ebenfalls eine Anleihe aufzunehmen? Ich würde es auf jeden Fall immer wie- der machen, auch wenn es natürlich völlige Transparenz für das Unterneh- men bedeutet. Viele Investoren – ob privat oder institutionell – suchen nach Anlagemöglichkeiten in gute mit- telständische Unternehmen, die mög- lichst inhabergeführt sind. Insofern ist das Geld da, es fehlt nur an Mut, diesen Schritt an den Kapitalmarkt zu gehen. Vielen Dank für das Gespräch. redaktion@unternehmeredition.de Unternehmerwelt Entscheider im Gespräch Produkte für die Autoindustrie: Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig

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