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Unternehmeredition 2-2014

| Unternehmeredition Mittelstandsfinanzierung 201432 Südtribüne im Dortmunder Stadion: Unter Fans heißt sie nur „die gelbe Wand“. totrotz liegt der Aktienkurs momentan immer noch darunter. Viel besser als im vergangenen Jahr kann es sportlich kaum laufen. Den- noch kommt der Aktienkurs nicht ins Laufen. Woran liegt das? Vor allem daran, dass der Wert des Vereins zu Unrecht nicht erkannt wird. Derzeit beträgt die Marktkapitalisie- rung rund 250 Mio. EUR. In München bezahlte die Allianz für eine Kapital- erhöhung unter neun Prozent 110 Mio. EUR. Wenn man hochrechnet, was Hertha BSC für wenige Prozent am Unternehmen erlöst hat, wäre der Ver- ein mehr als 200 Mio. EUR wert. Also vergleichbar mit Borussia Dortmund. Betrachtet man nur das bilanzierte Ei- genkapital plus stille Reserven in den Spielerwerten, liegen wir schon deut- lich über 300 Mio. EUR. Die Marke an sich ist hier übrigens noch gar nicht berücksichtigt. Warum gibt es in Deutschland so vie- le Klubs, die Anleihen begeben, und so wenige, die an die Börse gehen? Vielleicht ein Stück weit daran, dass Borussia Dortmund zu Zeiten des Börsengangs einen Habitus an den Tag gelegt hat, der den Kapitalmarkt verschreckt hat. Und zum anderen muss man akzeptieren, dass Fußball ein besonderes Geschäft ist, in dem die Liquidität, die Umsatz- und Ergeb- nisentwicklung wenig verlässlich und über einen längeren Zeitraum schwie- rig zu prognostizieren sind, weil eben viel vom sportlichen Erfolg abhängt und weil Investoren nicht mit einer stetigen Auszahlung einer Dividende rechnen können. In den vergangenen zwei Jahren zahlten Sie eine Dividende. Auch im laufenden Geschäftsjahr? Erzielen wir einen positiven Cash- flow, wollen wir einen Teil davon auch ausschütten. Es sei denn, diese Ausschüttung hätte zur Folge, dass unsere sportliche Leistungsfähigkeit gefährdet wäre. Was ist denn Ihr strategisches und wirtschaftliches Ziel? Wir wollen sportlichen Erfolg maxi- mieren, ohne neue Schulden aufzu- nehmen. Wir wollen von dem leben, was wir einnehmen, und alte Schulden möglichst zurückführen. Zudem wol- len wir den Fans das geben, was Sie erwarten: Identifikation, Intensität und Emotionalität. Echte Liebe! Haben Sie das Ziel, die Nummer eins zu werden, aus den Augen verloren? Wir hatten es nie. Wir müssen auf dem Boden bleiben und akzeptieren, dass Bayern die klare Nummer eins im deut- schen Fußball ist und mit einem Um- satz von über 400 Mio. EUR ein deutli- ches Stück von uns weg ist. Deswegen sollten wir nicht überheblich sein und glauben, dass wir den Branchenprimus vom Thron stoßen. Wir möchten der zweite Leuchtturm im deutschen Fuß- ball werden. Und das nachhaltig. schorr@unternehmeredition.de Unternehmerwelt Entscheider im Gespräch Wir sollten nicht überheblich sein und glauben, dass wir den Primus vom Thron stoßen.

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