Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Unternehmeredition 2-2014

Unternehmerin Lencke Wischhusen

| Unternehmeredition Mittelstandsfinanzierung 2014106 Service 7 Fragen an ... Lenke Wischhusen ist Bundesvorsitzende der „Jungen Unternehmer“, Geschäftsführerin in einem Familienunternehmen und bald auch als Investorin in der TV-Casting-Show für Gründer und Unternehmer „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. INTERVIEW CYNTHIA CASTRITIUS KURZPROFIL Lenke Wischhusen Geboren: 1985 Beruf: Geschäftsführerin Unternehmen: W-Pack Kunststoffe GmbH & Co. KG Ehrenamt: Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer − BJU Hobbys: Pferdesport 1Frau Wischhusen, Sie sind demnächst auf VOX bei dem TV-Format „Die Höhle der Löwen“ zu sehen, in dem Grün- der um Startkapital oder die Unterstüt- zung für die Expansion buhlen. Sind Sie die einzige Löwin? Ich bin die Miezekatze. (lacht) Spaß beiseite: Wir sind zwei Frauen und drei Männer. Wir sind alle sehr unterschied- lich mit unterschiedlichem Background und verschiedenen Geschichten. Jeder „Löwe“, der dort neben mir sitzt, ist für mich ein ganz besonderer Charakter. 2Wie könnte denn ein Gründer einen Investor wie Sie gewinnen? Was zählt, ist der erste Eindruck von der Person oder dem Team. Sprüht der Kan- didat vor Energie? Hat er das berühmte „Feuer im Auge“, wenn er von seiner Idee, seiner Vision spricht? Er muss überzeugt sein und uns überzeugen. 3Welche Faktoren sind bei der Idee am wichtigsten? Alle Ideen haben eine Chance. Ein Franchise-Modell ist ebenso denkbar wie eine komplette Service- oder Pro- duktinnovation. Wir Investoren fragen uns dabei: Wie sieht der Markt aus, wie ist der Wettbewerb? Welchen Kunden- nutzen hat das Produkt? Wie sind die Zahlen? Die Rentabilität ist für uns ent- scheidend. Aber auch: Wie skalierbar sind die Produkte? 4Wollen Sie durch Ihre Teilnahme an der Sendung als Investor junge Gründer motivieren? Ja, ich möchte dazu beitragen, dass in Deutschland eine Gründerkultur entwickelt wird. Aber das funktioniert nur, wenn wir unseren Visionen Leben einhauchen und Themen wie Unterneh- mertum und Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellen. Wir brauchen verrückte Ideen, die auch mit Venture Capital unterstützt werden. 5Trotz der Schwierigkeiten für Gründer: Hätten Sie, wenn Sie nicht die Nachfolge im Familienunternehmen übernommen hätten, selbst gegründet? Bestimmt. Ich lebe das Unternehmertum und gehe darin voll auf. Aber nicht nur die Nachfolgerrolle macht das Unter- nehmertum für mich so besonders. Es geht um die Eigenverantwortung und die Werte, die man lebt und weitergibt. 6Welche Werte sind das für Sie? Eine hohe Mitarbeiterbindung, Stand- orttreue und eine generationenübergrei- fende Orientierung. Das sind Werte, die uns als Familienunternehmer auszeich- nen. Hätte ich heute kein Familienun- ternehmen, würde ich mich mit eigenen Ideen selbstständig machen. 7Es gibt noch immer Unternehmer- vereinigungen speziell für Männer, sogenannte „Altherren-Clubs“. Stören Sie solche Vereinigungen? Ich habe nichts gegen „Old Boys Clubs“. Ich finde es überhaupt nicht schlimm. Diese Clubs sind aus der Ver- gangenheit heraus so gewachsen. Aber ich muss jetzt kein Pendant dazu grün- den und einen „Weiberclub“ initiieren. Der Mix macht’s. „Ich bin kein Freund von reinen Frauenveranstaltungen“

Seitenübersicht