Südafrika: Wie andere Schwellenländer zuletzt unter Druck (© fotolia/Björn Wylezich)
Südafrika: Wie andere Schwellenländer zuletzt unter Druck.

Länder in den Emerging Markets hatten in diesem Jahr schwer zu kämpfen. Die Kurse befinden sich weiterhin unter Druck. Vier Experten äußern sich dazu, ob die Zeit für einen Wiedereinstieg reif ist oder ob Anleger lieber noch etwas warten sollten.

Schwellenländer nicht übergehen

Dr. Mark Mobius, Executive Chairman, Templeton Emerging Markets Group


Mark Mobius/Templeton Emerging Markets Group (© privat)
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Es trifft zwar zu, dass das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern in diesem Jahr allgemein niedriger ausgefallen ist als möglicherweise in der Vergangenheit, doch wir erkennen dort keine Systemrisiken. Manche Länder haben ihre Schwachstellen, doch im Großen und Ganzen ist die Vermögensklasse unseres Erachtens keineswegs dem Untergang geweiht. Die Devisenreserven und die Verschuldungsquoten wirken generell robust, und das BIP-Wachstum fällt insgesamt weiter kräftiger aus als in den Industrieländern. Pauschal gilt: Unseres Erachtens nach braut sich in den Schwellenländern keine Aktienkrise zusammen. Die meisten Anleger weltweit sind auf den Schwellenmärkten unterinvestiert. Für uns ist die Frage daher nicht, ob man dort investieren sollte, sondern in welche Unternehmen aus welchen Märkten man investieren sollte. Wir sind überzeugt, dass die Schwellenländer auch weiterhin globale Wachstumstreiber bleiben.