Kommt die nächste Schuldenkrise aus China?

Hinzu kamen plötzlich Verwerfungen am Interbankenmarkt. Im Juni schossen die Geldmarktsätze binnen kürzester Zeit auf nie dagewesene Höchststände und malten das Schreckgespenst eines Zusammenbruchs des Finanzsystems an die Wand. Hinzu kommt eine hohe private Verschuldung von rund 160% des Bruttoinlandsproduktes. Droht also ausgehend von China eine neue Asienkrise oder ausgelöst durch den Zusammenbruch einer chinesischen Bank ein „Lehman 2.0“?

Nein, meint Andreas Busch, Senior Analyst Economics des Anleihemanagers Bantleon: „Sollten die Wirtschaftsreformen greifen, müsste es China möglich sein, aus den hohen Schulden herauszuwachsen. Ein Pluspunkt ist vor allem die geringe Auslandsverschuldung, die China von den Launen ausländischer Kapitalgeber unabhängig macht. Ferner ist die Gefahr gering, dass der aktuell hohe Schuldenstand zu vermehrten Zahlungsausfällen und einer Kettenreaktion führt. Hier dürfte sich vielmehr zeigen, dass die große Einflussnahme des Staates auf Banken und Unternehmen ausnahmsweise einmal kein Nachteil sein muss, sondern stabilisierend wirken könnte.“

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