Wurde von der negativen Entwicklung an den Märkten überrascht: Christian Schmitt, Fondsmanager des Ethna-Aktiv-A (© Ethenea Independent Investors S.A.)
Wurde von der negativen Entwicklung an den Märkten überrascht: Christian Schmitt, Fondsmanager des Ethna-Aktiv-A.

Christian Schmitt, Portfolio Manager der Ethna Funds, über die Entwicklung der Performance des Ethna-Aktiv A, die Verunsicherung an den Märkten und die zukünftige Ausrichtung. 

Unternehmeredition: Der Start ins Jahr war für Ihren Fonds Ethna-Aktiv A nicht gerade zufriedenstellend. Was lief schief?

Schmitt: Wir erleben an den Kapitalmärkten gerade eine Zeit tief greifender Veränderungen, deren Folgen langfristig noch kaum absehbar sind, kurzfristig aber zu einer enormen Volatilität führen. Leider waren wir zu optimistisch ins Jahr gestartet und in der Folge zu hoch in Aktien investiert. Als wir unser Exposure deutlich reduziert hatten, konnten wir die im Februar einsetzende Aufholbewegung nicht mitmachen. Für die kommenden Monate erwarten wir jedoch weiterhin turbulente Märkte, daher behalten wir die defensive Ausrichtung bei.

Welche Lehren haben Sie aus den vergangenen Monaten gezogen?

An den Märkten herrscht eine enorme Verunsicherung. Nicht nur im Hinblick auf die weitere ökonomische Entwicklung oder die angehäuften Schuldenlasten, sondern auch bezogen auf den weiteren Weg der Zentralbanken. Zuletzt haben die Maßnahmen der Notenbanken das genaue Gegenteil vom erhofften Resultat bewirkt, so entstand ein absolutes Chaos an den Märkten. Der Gleichlauf der unterschiedlichen Anlageklassen nimmt weiter zu, wie auch die Volatilität. Wir befinden uns daher momentan in einer vorsichtigen Haltung und gehen keine unnötigen Risiken ein.

Welche Strategie verfolgen Sie künftig?

Wir werden weiter einen kühlen Kopf bewahren, uns auf unseren Investmentstil und unsere Strategie konzentrieren und, sobald das Makroszenario für uns etwas positiver wird, auch wieder breiter ins Risiko gehen. Bis dahin versuchen wir, passende Gelegenheiten zu nutzen, die wir auch heute schon bei einzelnen Unternehmen und auf der Währungsseite ausmachen können.

Ist ein höheres Risiko die Normalität auch für konservative Anleger?

Das niedrige und in weiten Teilen sogar negative Zinsumfeld ist auch das Hauptproblem konservativer Anlagen. Weniger risikobereite Anleger sollten allerdings nicht aggressiver agieren, sondern Zurückhaltung und Vorsicht an den Tag legen – wie auch wir von Ethenea es tun.