Frank Fischer, CEO der Shareholder Value AG, über die Strategie des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und die generelle Aussicht auf den Kapitalmarkt.

Welche deutschen Small- und Mid Caps finden Sie besonders attraktiv und gut für die Zukunft aufgestellt?

Da gibt es einige, die wirklich gut aufgestellt sind und in unserem Sinne geführt werden. Dazu zählt etwa die Sixt-Gruppe, oder auch die WashTec AG, ein Hersteller von Fahrzeugwaschanlagen mit Sitz in Augsburg. Das Unternehmen ist weltweiter Marktführer für Komplett- und Servicelösungen im Bereich Fahrzeugwäsche, ist gut geführt und hat weiterhin gute Wachstumschancen. Das sind aber nur zwei Beispiele. Es gibt viele andere, die auch in dieser Liga spielen.

Aktuelle Positionen in Großunternehmen, etwa Alphabet, sind im Zuge des stark gewachsenen Fondsvolumens hinzugekommen – oder geht es dabei um eine Diversifizierung von Market Caps und Regionen?

Dass sich das Fondsvolumen so gut entwickelt hat, freut uns natürlich sehr. Aber wir haben uns schon länger von der DACH-Region gelöst. Wir haben uns in diesen Jahren weiterentwickelt. Die Zahl unserer Analysten ist gestiegen und wir konnten somit auch andere Regionen ins Auge fassen. Das gilt auch für die Größe der Unternehmen, in die wir investieren. Dabei sind wir aber unseren Prinzipien des Value-Investing treu geblieben. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.

Das März-Factsheet weist Internetunternehmen als größten Branchenschwerpunkt mit 14 Prozent Fondsanteil aus. Wird die Diskussion um Datenmissbrauch www.-Geschäftsmodellen schaden? Und wie können Anleger Risiken minimieren?  

Das Internet ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Das gilt auch für unser Wirtschaftsleben. Die Themen Sicherheit im Netz und Datenmissbrauch sind natürlich Probleme, die wir genau verfolgen. Facebook hat ja gerade erst wieder Negativschlagzeilen geliefert, die das ganze Ausmaß des möglichen Missbrauchs zeigen. Wir schauen uns die Unternehmen, in die wir investieren, ganz genau an, um vor solchen Fällen gefeit zu sein. Da sind wir sehr sorgfältig. Ob wir damit aber auf immer und ewig vor Betrug und Missbrauch geschützt sind, das kann wohl niemand wirklich beantworten.