Erfolgsfaktoren für die Vermögensverwaltung

Ein Vermögen zu verwalten ist nicht trivial. Nur wer gut vorbereitet ist und sich mit der Vermögensverwaltung auseinandersetzt, wird erfolgreich sein. Vermögensausschreibung, Reporting und Controlling – dieser Dreiklang sorgt für mehr Orientierung und Sicherheit bei der Geldanlage.

Vermögens-Reporting

Zahlen erklären sich nur schwer. Deshalb müssen Ergebnisaufstellungen der Vermögensverwaltung so plausibel sein, dass sie auch verstanden werden. Es geht dabei auch um die seriöse Darstellung der Leistung, ebenso wie um Orientierung in die Zukunft hinein. Die Grundinformationen tauchen im Reporting auf und gehen weit über die reine Informationsqualität hinaus. Ein gutes Reporting ist immer auch eine ideale Grundlage für den gelebten Dialog zwischen Anleger und Vermögensverwalter. Auf der Grundlage eines Kapitalanlagenbuchhaltungssystems lässt sich ein aggregiertes Vermögens-Reporting über alle eingesetzten Vermögensverwalter und sämtliche Anlagegegenstände erstellen. Es bildet es vor allem illiquide Anlageklassen, wie beispielsweise Immobilien oder Beteiligungen, mit ab. Unter einem leistungsfähigen Reporting ist viel mehr zu verstehen als das „Backen von Kuchendiagrammen“. Performancemessung geld- und zeitgewichtet, Risikokennzahlen auch in absoluten Beträgen (max. Gewinn, max. Verlust), einheitliche Benchmarkvergleiche, Kapitalbewegungen, Vermögensbilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenübersicht und die Überprüfung der Anlagerichtlinien sind unverzichtbare Inhalte.

Ergänzend zum klassischen aggregierten Berichtswesen liefert ein „Transparenzbericht“ ein äußerst aussagekräftiges Zusatz-Reporting. Es enthält etwa folgende Informationen:

  • Anlageziele, -strategie und -philosophie
  • Realistische Rendite-/Risikokennzahlen
  • Objektive Benchmarkvergleiche
  • Erläuterung der Anlagenstruktur und der eingesetzten Anlageklassen
  • Erläuterungen zur Produktwahl und deren Funktionsweise
  • Aussagen zur Einhaltung der Anlagerichtlinien
  • Vollständige Darstellung der Kostenstrukturen
  • Angaben über den Umgang mit „Kick-backs“
  • Aussagen zu Art, Umfang und Wirkungsweise der eingesetzten Derivate

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