Der DJE Gold & Stabilitätsfonds stieg im Juni in der Fondswährung Schweizer Franken um 0,99%, und in Euro – aufgrund des gegenüber dem Euro aufwertenden Schweizer Franken – um 1,65%. Von Stefan Breintner*

Hinweis der Redaktion: Der DJE Gold & Stabilitätsfonds befindet sich im Fonds-Musterdepot der Vermögensrubrik der Unternehmeredition

Der Goldpreis erhöhte sich in US-Dollar um 2,9% und notierte bei 1.781 USD/Unze. In Euro gerechnet fiel der Gewinn mit 1,6% und 1.585 EUR/Unze aufgrund des abwertenden US-Dollars geringer aus. In der ersten Jahreshälfte 2020 legte der Goldpreis – sowohl in US-Dollar als auch in Euro gerechnet – um ca. 16% zu, und im 2. Quartal 2020 erlebte Gold den stärksten Quartalsgewinn seit dem 1. Quartal 2016. Der Preisanstieg ist damals wie heute vor allem auf eine starke Investorennachfrage zurückzuführen.

Allein im abgelaufenen Quartal flossen den weltweiten Gold-ETFs mehr als 380 Tonnen zu. Damit lagen die ETF-Zuflüsse des ersten Halbjahres 2020 deutlich über den gesamten Zuflüssen aus dem Jahr 2009, das bislang als Rekordjahr gilt. Die Investorennachfrage konnte im ersten Halbjahr 2020 damit die extrem schwache und stark rückläufige asiatische Gold-Nachfrage überkompensieren.

Auch im Juni waren die Investoren über die weitere Zunahme der Corona-Neuinfektionen weltweit verunsichert, was die Nachfrage nach Gold ankurbelte. Aufgrund einer wohl nur sehr schleppend laufenden Konjunkturerholung der wichtigsten Volkwirtschaften (ex. China) dürfte sich an der expansiven Geld- und Fiskalpolitik der Notenbanken und Regierungen nichts ändern. Ferner dürften Forderungen nach weiteren Stimulierungsmaßnahmen anhalten. Demzufolge bleibt das Chance-Risiko-Profil für Goldanlagen insgesamt positiv.

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Für die Alternativwährung Gold sprechen nach wie vor das weiter gesunkene globale Zinsniveau, der starke Anstieg der öffentlichen Verschuldung, die Verunsicherung der Anleger, der Anlagenotstand und ein von den Zentralbanken unterstützter Wertverlust der wichtigsten Währungen.

Der weltweite Aktienindex MSCI World (inkl. Dividenden) entwickelte sich im Juni positiv mit 1,5% auf Euro-Basis. Im Juni entwickelten sich etwa zwei Drittel der Sektoren des weltweiten Aktienmarktes positiv: Relativ am besten schnitten die Sektoren Technologie, Bauwesen & Materialien, Industrie, Luxuskonsumgüter und Finanzdienstleister ab. Die höchsten Kursverluste mussten dagegen die Sektoren Erdöl & Gas, Gesundheitswesen und Versorger hinnehmen.

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Insgesamt wirkte sich die Sektorenpositionierung des Fonds im Juni negativ auf den Fondspreis relativ zum MSCI World aus. Auf der Aktienseite kamen die höchsten Wertbeiträge aus den Positionen bei den Unternehmen Lonza (Chemie/Pharma; Schweiz), E.ON (Versorger; Deutschland), Deutsche Telekom (Telekommunikation; Deutschland), BKW (Versorger; Schweiz), Sika (Chemie; Schweiz) und L´Oréal (Konsumgüter; Frankreich). Negativ wirkten sich dagegen die Positionen bei Essity (Konsumgüter; Schweden), Johnson & Johnson (Pharma/Konsumgüter; (USA), Abbot (Pharma/Biotechnologie; USA), Merck (Chemie/Pharma; Deutschland) und Becton Dickinson (Medizintechnologie; USA) aus. Im Monatsverlauf baute das Fondsmanagement auf Länderebene v.a. US-Werte ab.

Anleihen entwickelten sich im Juni positiv mit +0,9% auf USD-Basis, gemessen am Barclays Global Aggregate Total Return Index. Die Anleihenquote ging von 12,6% im Mai auf 10,9% zurück. Die Aktienquote reduzierte sich von 55,3% auf 54,0%. Das Zertifikat auf physisches Gold stieg von 2,7% auf 3,3%. Die Kassenquote lag bei 3,1% (1,6% im Vormonat). Zum Monatsende waren auf britische Pfund und US-Dollar lautende Werte teilweise währungsgesichert.

*) Stefan Breintner ist Fondsmanager des DJE Gold & Stabilitätsfonds