Sich der Digitalisierung zu verweigern, bedeutet nicht Stillstand, sondern Untergang. Das ist aber noch nicht bei allen deutschen Unternehmen angekommen. Ein Zitat von Henry Ford beschreibt immer noch sehr treffend deren Situation : „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ 

Das Wichtigste als Erstes: Es gibt keine Standardlösungen. Digitalisierung ist ein komplexes Thema. Jede Lösung muss individuell entwickelt und eingeführt werden. Es ist ein unternehmensweites, umfassendes Projekt, das eine präzise Standortbestimmung mit genauer Analyse und entsprechenden Tools voraussetzt. Die gute Nachricht: Die hohe Komplexität lässt sich in Einzelprojekte aufteilen, von denen viele schnelle Ergebnisse zeigen. Solche Quick Wins halten auch die Motivation im Team hoch. Denn bei aller Technologie darf die menschliche Seite dieser Veränderungsprozesse nicht vergessen werden.

Digitalisierung geht nicht auf Knopfdruck

Kennen Sie den Wettbewerb und sehen Sie Ihre Möglichkeiten? Zu Projektbeginn ist die Standortbestimmung ein maßgebliches Instrument, um später Veränderungen dokumentieren zu können. Wesentlich sind die Analyse der Technologien, von Marketing und Sales (Social Media und E-Commerce), der Geschäftsprozesse, Supply Chain Readiness, Finanzen und Verwaltung, Smart Factory, Aufbau- und Ablauforganisation sowie Kunden und Lieferanten.

Lassen Sie Experten – anhand von vorher festgelegten KPIs – Ihren heutigen Standort der Digitalisierung bestimmen. Daneben erfolgt eine Benchmark gegen den Wettbewerb, die Branche und den Gesamtmarkt. Dieser Prozess erfordert das Zusammenwirken neuer externer und erfahrener interner Ressourcen. Empfehlenswert ist der Aufbau einer virtuellen Organisation: Angefangen mit der Implementierung des CDOChief Digital Officer. Die Komplexität des Transformation durch Digitalisierung macht dieses Thema zur Chefsache. Es ist Aufgabe des Managements, jetzt die richtigen Zukunftsstrategien zu entwickeln, und macht den Chef im Lenkungsausschuss zwingend erforderlich.