So gelingt der globale ERP-Rollout

Viele deutsche Firmen forcieren derzeit den Auf- und Ausbau ihrer ausländischen Produktionsstätten oder sind dabei, bestehende Produktionsnetzwerke samt der logistischen Kette neu zu bewerten. Dies hat direkten Einfluss auf die IT-Landschaften – speziell auf die verwendeten Systeme für Enterprise Resource Planning (ERP).

Erfolgsfaktor 3: Entwicklung von geeigneten ERP-Templates

Häufig findet die ERP-Implementierung in einem neuen Werk, nach dem Ausbau einer Niederlassung oder nach einer Unternehmensübernahme statt. Nicht selten ist daher vor Ort ein wenig eingespieltes Managementteam tätig und die IT-Mannschaft muss sich noch Know-how aneignen. Vor diesem Hintergrund stellt die Entwicklung einer weltweit nutzbaren Schablone (Template) für ein ERP-Rollout eine Herausforderung dar: Das Team muss ein einheitliches Applikationspaket kreieren, das gleichzeitig den Geschäftsprozessen in verschiedenen Unternehmen eines Firmenverbunds in unterschiedlichen Kulturkreisen sowie Weltregionen gerecht wird.



„Eine zentrale Zielsetzung ist es, die Informationstransparenz zu erhöhen, um das Unternehmen besser steuern zu können.“

Jörg Kaschytza, Managing Director bei hartung:consult GmbH


Als nicht praktikabel hat sich erwiesen, eine für eine Unternehmenszentrale entwickelte Lösung direkt zu verwenden und sie dann auf Niederlassungen oder Tochterfirmen zu übertragen.

Erfolgsfaktor 4: Korrekte Stammdaten

Bei der Nutzung mehrerer ERP-Systeme in einer global vernetzten Anwendungslandschaft spielt das Stammdaten-Management eine herausragende Rolle. Stimmen die Stammdaten nicht überein, führt dies zu unerwünschten Effekten und Problemen. Zu prüfen ist dann, ob auf verschiedenen Systemen gleiche Waren unterschiedliche Merkmale aufweisen oder die verwendeten Lösungen über verschiedenartige Stammdatenverwaltungen verfügen. Nötig ist dann eine Harmonisierung. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte dies bereits vor Beginn des Rollout-Programms analysiert werden.

 

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