Vom Bauch ins Gehirn und wieder zurück – die Entscheidung, wann der optimale Zeitpunkt für den Unternehmensverkauf gekommen ist, fällt schwer. Eine generell gültige Regel gibt es nicht.

Faktor III: „Macht der Unternehmensverkauf strategisch Sinn?“

Entscheidenden Einfluss auf den erfolgreichen Unternehmensverkauf hat die aktuelle Branchenstruktur und -dynamik. So kann die durch die Globalisierung vorangetriebene Konzentration der Kundenstruktur das Unternehmen selbst zu kaum zu bewältigendem Wachstum zwingen, um bei den immer größer werdenden Projektausschreibungen noch mithalten zu können. Auch können technologische Neuerungen bisherige Geschäftsmodelle und Marktstrukturen völlig über den Haufen werfen. Dies geschieht oft in einer Geschwindigkeit, die eine rein organische Weiterentwicklung des Unternehmens sehr riskant erscheinen lässt.


Unternehmer müssen die Tendenzen innerhalb der eigenen Branche aufmerksam verfolgen, um das M&A-Zeitfenster nicht zu verpassen. Eines ist eindeutig zu beobachten: M&A-Zyklen beschleunigen sich, werden kürzer und heftiger. In der Regel kehrt eine M&A- oder Konzentrationswelle – also Zeiten hoher Abschlusswahrscheinlichkeiten und strategischer Preisprämien – nicht mehr in dasselbe Branchensegment zurück.