Die Automobilindustrie steht vor großen Veränderungen. Die technologische Entwicklung scheint einigermaßen vorhersehbar. Keiner weiß aber, welche Player und Geschäftsmodelle die Zukunft bestimmen. Sicher ist: M&A wird eine Rolle bei der Transformation spielen. Was bedeutet das für mittelständische Automobil-Zulieferer?

Wie etwa der Erwerb der Waldaschaff Automotive durch Lingyun Industrial. Aller Aufmerksamkeit für die Megatrends zum Trotz: Noch rollen nur wenige autonom fahrende PKWs über die Straßen. Konsolidierung ist wie schon in den letzten Jahren noch immer einer der Haupttreiber für M&A.

Geld für Investitionen ist in der Branche vorhanden; die vergangenen Jahre waren gut. Die Bewertungen sind ordentlich. Die Treibstoffpreise sind noch niedrig und schrecken Kunden nicht vom Kauf ab. Einziges Wölkchen am Horizont ist der Brexit, und selbst der mag noch ein verstärktes Interesse der britischen Automobilindustrie an deutschen Partnern oder Produktionsstandorten zur Folge haben. Die Rahmenbedingungen für strategisch denkende Unternehmer sind fraglos gut.

Technologie-M&A ist anders

Die erforderlichen Entscheidungen bestmöglich zu treffen, erfordert ein umfassendes Verständnis des eigenen Unternehmens und der Märkte, auf denen es in Zukunft agiert. Diese sind fast überall von der Digitalisierung bestimmt. M&A im Tech-Umfeld unterscheidet sich von M&A in klassischen Industrien in einer Reihe von Faktoren.