Der deutsche Markt für Fusionen und Übernahmen ist in Bewegung. Finanzinvestoren und Strategen aus dem In- und Ausland sind nicht nur an Großunternehmen, sondern vor allem an mittelständischen Firmen interessiert. Woher die Käufer kommen – und was Mittelständler zum Verkauf treibt.

Private-Equity-Gesellschaften

Private-Equity-Häuser sind nach wie vor daran interessiert, in deutsche Familienunternehmen zu investieren. Das Niedrigzinsniveau verschafft ihnen einen günstigen Zugang zu Krediten, sodass Käufe mit einem hohen Leverage, über einen hohen Anteil an Fremdkapital also, finanziert werden können.

Family Offices

Die Vermögensverwaltungen reicher Unternehmerfamilien stehen aufgrund des dauerhaften Niedrigzinsniveaus und mangels attraktiver Anlagemöglichkeiten unter Investitionsdruck. Daher entdecken sie Familienunternehmen zunehmend als Objekte für eine renditeträchtige Kapitalanlage.

Strategen aus Asien und Nordamerika

Unternehmen aus Asien, vor allem aus China, sowie nordamerikanische Firmen treiben die Preise am deutschen Markt für Fusionen und Übernahmen. Mit dem Kauf deutscher Mittelständler sichern sie sich den Zugang zu Technologien „made in Germany“, zu Know-how und begehrten Kunden.

Unternehmen aus der Region D-A-CH

Deutsche Unternehmen kaufen zu, um ihr Geschäftsfeld und ihre Produktionskapazitäten zu erweitern, oder um im Zuge einer Marktkonsolidierung bestehen zu können. Übernahmen durch Unternehmen aus Österreich sind eher die Ausnahme. Firmen und Konzerne aus der Schweiz betreiben mit dem Kauf deutscher Unternehmen in erster Linie eine Kostenreduktion, zu der sie der starke Kurs des Schweizer Franken drängt. Schweizer Pharmaunternehmen suchen nach Zulieferern.