Internationalisierung mit Investor

Auf zu neuen Horizonten: Investoren können bei der Internationalisierung helfen.
Auf zu neuen Horizonten: Investoren können bei der Internationalisierung helfen.

Eine durchdachte Auslandsexpansion kann den Unternehmenswert nachhaltig steigern. Das ist die Kernkompetenz von Finanzinvestoren. Sie helfen Mittelständlern bei diesem Wachstumsschritt mit Eigenkapital und Know-how.

Müssen wir unseren Kunden ins Ausland folgen? Welche Chancen haben wir, wenn wir große Märkte wie China und Indien vor Ort bedienen? Werden uns ausländische Wettbewerber irgendwann hierzulande Konkurrenz machen? Viele mittelständische Unternehmen internationalisieren ihr Geschäft, um bei Absatz, Beschaffung und Produktion konkurrenzfähig zu bleiben. Das ist eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen – sie stellt bisher gewohnte Strukturen in Frage und das Management vor neue Herausforderungen.

Beweglich bleiben

Etwa bei der Finanzierung. Mittelständler sind bis dahin mit ihrer regionalen Hausbank gewachsen. Ihr Fremdkapitaleinsatz ist auf die Sicherheiten und den Cashflow des Stammhauses ausgelegt. Mit der Internationalisierung wird nun eine neue Betriebseinheit aufgebaut – viele tausend Kilometer entfernt, in einem unbekannten Umfeld, schwierig vom Stammsitz aus zu kontrollieren und mit ungewissem Erfolg. Ist dieses Vorhaben als Erweiterung des Stammhauses zu betrachten oder als völlig neues Engagement, das eine eigene Finanzierung verdient? Berater empfehlen oft, gezielt nach zusätzlichen Finanzierungspartnern für solche Auslandsaktivitäten zu suchen, um das Stammhaus nicht durch einen zu hohen Verschuldungsgrad zu gefährden.

Ihre Argumente sind berechtigt: Eine Internationalisierung kostet in aller Regel viel Geld. Der im Ausland aus ersten Umsatzerlösen generierte Cashflow reicht bei weitem nicht aus, um die laufenden Kosten zu tragen. Es ist daher entscheidend, dass das Stammhaus finanziell beweglich bleibt, um bei unvorhergesehenen Belastungen stets über gesicherte Liquidität zu verfügen.