Internationale Mitarbeitereinsätze

Internationale Mitarbeitereinsätze gehören für viele Unternehmen zum Tages­geschäft und sind ein Muss für Firmen, die den Schritt über die deut­schen Grenzen wagen. Was es dabei zu beachten gilt.

Rettungsring im Notfall

Bei Auslandstätigkeiten ist es erforder­lich, sich mit den internationalen Regelun­gen im Sozialversicherungsrecht aus­einanderzusetzen. Nur so kann das Risiko der Verpflichtung zur Zahlung von Sozial­versicherungsbeiträgen in mehr als einem Land ausgeschlossen und eine spätere Inanspruchnahme durch in- oder auslän­dische Sozialversicherungsträger vermie­den werden. Eine sorgfältige Planung der Arbeitnehmerentsendung ist daher auch für die Sozialversicherung erfor­derlich.

Zentrale Koordinierung sichert Erfolg

Um innerbetriebliche Risiken zu vermeiden und den Erfolg einer internationalen Arbeitnehmertätigkeit zu gewährleisten, empfiehlt sich eine Zusammenarbeit zwischen Personal- und Steuerwesen unter Einbindung des jeweiligen Fachbereichs. Personalwirtschaftliche und steuerliche Fragen der Auslandstätigkeit stellen sich schon in der Planungsphase, über die Entsendedauer hinweg bis zur Rückkehr des Mitarbeiters und seine Wiedereingliederung in das Unternehmen. Deshalb empfiehlt es sich, einen zentralen Auslandskoordinator im Unternehmen zu installieren, der die Entsendung eines Mitarbeiters von Anfang bis Ende im Auge hat, rechtzeitig Gefahren und Risiken erkennt und Synergien schöpft.

Fazit

Unternehmen, die internationale Mitarbeitereinsätze planen, bei denen dies aber nicht an der Tagesordnung ist, sollten sich rechtzeitig mit den vielfältigen Fragestellungen beschäftigen und sich qualifizierte Unterstützung von außen besorgen, damit sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und einen erfolgreichen Auslandseinsatz erreichen können. Wichtig ist hierbei eine professionelle Vorbereitung (PrePat), kompetente Betreuung (ExPat/ImPat) bis hin zur systematischen Wiedereingliederung des Mitarbeiters nach dem Auslandseinsatz (RePat).


Zur Person

Klaus StrohnerKlaus Strohner ist Rechtsanwalt und Partner der optegra GmbH & Co. KG in Köln. Seine Schwerpunkte sind seit 20 Jahren die Besteuerung von Arbeitnehmern aus Unternehmenssicht in sämtlichen personalwirtschaftlich relevanten Steuerfragen. Herr Strohner berät insbesondere mittelständische Unternehmen sowie Großunternehmen aller Branchen.

www.optegra.de

 

Autorenprofil

Klaus Strohner ist Rechtsanwalt und Partner der optegra GmbH & Co. KG in Köln. Seine Schwerpunkte sind seit 20 Jahren die Besteuerung von Arbeitnehmern aus Unternehmenssicht in sämtlichen personalwirtschaftlich relevanten Steuerfragen. Herr Strohner berät insbesondere mittelständische Unternehmen sowie Großunternehmen aller Branchen.

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