Wie geht es weiter? (© Thinkstock/iStock Editorial/IR_Stone)
Wie geht es weiter? Unternehmenswachstum steht und fällt mit der passenden Finanzierungsstrategie.

Nach der Gründungsphase müssen Unternehmen ihr weiteres Wachstum zu finanzieren, um an bisherige Erfolg anknüpfen und ihre Marktposition ausbauen zu können. Wichtig für die Sicherstellung von stetigem Wachstum sind die frühzeitige Entwicklung einer Finanzierungsstrategie und die individuelle Abwägung der verschiedenen Finanzierungsalternativen. 

Wachstumsfinanzierung bezeichnet die fortgeschrittene Phase, wenn sich das Geschäftsmodell eines Unternehmens erfolgreich am Markt etabliert hat und die nächsten Expansionsschritte notwendig werden. Hierbei steigt regelmäßig das Volumen des Finanzierungsbedarfs. Zudem messen externe Kapitalgeber den Erfolg einer Investitionsmaßnahme sowie des gesamten Unternehmens stärker an klar definierten klassischen Finanzkennzahlen als noch in der Gründungsphase.


Welche Art von Wachstum?

Eine langfristig orientierte Unternehmensstrategie ist die Basis für eine passende Wachstumsfinanzierung. Sie sollte neben der kalkulatorischen Planung in jedem Fall die einzelnen Wachstumsschritte klar definieren. Hierbei sollte festgelegt werden, ob das Wachstum organisch aus eigener Kraft, aufgrund des Eintritts in neue Märkte oder anorganisch durch mögliche Akquisitionen erfolgen soll. Organisches Wachstum kann in der Regel nur zum Teil durch den generierten Cashflow finanziert werden. Aufgrund des Vorfinanzierungsbedarfs für Betriebsmittel, Waren und Personal sind die finanziellen Ressourcen schnell verbraucht und es bedarf externer Finanzierungsquellen. Das anorganische Wachstum wiederum ist häufig mit Sprunginvestitionen verbunden, die ebenfalls einen Bedarf an zusätzlicher externer Finanzierung auslösen. Grundsätzlich empfiehlt sich, vor allem bei größeren Vorhaben, sowohl für Wachstumsprojekte als auch für Akquisitionen eine Mischfinanzierung aus neuem Eigenkapital, Fremdfinanzierung und Cashflow zu prüfen.

Mezzanine-Kapital als Beimischung

Viele mittelständische Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, ihre Eigenkapitalquote auch jenseits der Gewinnthesaurierung zu verbessern, wollen jedoch ungern Veränderungen in der Gesellschafterstruktur vornehmen und Anteile abgeben. Hier bietet es sich an, mezzanines Beteiligungskapital in die Finanzierung mit einzubeziehen. Aufgrund seines flexiblen Gestaltungscharakters kann das Mezzanine-Kapital an die Zahlungsströme eines Wachstumsprojekts angepasst werden und stärkt – zumindest wirtschaftlich – die Eigenkapitalquote. Abgesehen von der finanziellen Unterstützung können Mezzanine-Kapitalgeber auch die weiteren Kreditfinanzierungsmöglichkeiten durch Banken erweitern.