„Mit dem Generationswechsel steigt die Offenheit für Private Equity“

Unternehmeredition: Hatten Sie die Beteiligungsgesellschaft damals selbst in die engere Wahl gezogen?
Goebel: Ja, ich hatte die Hannover Finanz bei einem früheren M&A-Projekt bereits einmal eingeschaltet und so genauer kennengelernt. Dort war seinerzeit auch Herr Götzen vier Jahre lang tätig, der inzwischen für die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte arbeitet, die uns bei ihrem jährlich ausgeschriebenen Preis für den Mittelstand – dem Axia Award für vorbildliche Mitarbeiterführung und -entwicklung – in der engeren Jury-Auswahl hatte.

Unternehmeredition: Sie sind Vizepräsident des Verbandes „Die Familienunternehmer – ASU“. Wie ist aus Ihrer Sicht die Einstellung insgesamt von Familienunternehmern zu Beteiligungskapital? Hat sich dies im Laufe der letzten drei, vier Jahre geändert?
Goebel: Es gab und gibt immer noch etliche Vorbehalte, zum Teil auch aus mangelndem Wissen – aber mit dem Generationenwechsel zu jüngeren Unternehmern steigt eindeutig die Offenheit für Private Equity. Zudem zwingen ja die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise die Unternehmer, neue Wege zu gehen.

Unternehmeredition: Herr Goebel, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Bernd Frank.
redaktion@unternehmeredition.de


Zur Person: Lutz Goebel
Dipl.-Ing. Lutz Goebel ist seit knapp zwölf Jahren geschäftsführender Gesellschafter der Henkelhausen GmbH & Co. KG. Das Unternehmen mit rund 240 Mitarbeitern hat seinen Sitz in Krefeld und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 58 Mio. EUR. Goebel ist außerdem Vizepräsident im Verband „Die Familienunter – ASU“. Henkelhausen war einer der Mitbewerber um den nordrhein-westfälischen „Axia Award 2009“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. www.henkelhausen.de, www.deloitte.com

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