Mittelständler sangen ein Loblied auf die Jugend. Heute setzen Unternehmen immer mehr auf ältere Mitarbeiter. Fachkräftemangel und demografischer Wandel sind nicht die einzigen Gründe dafür.

Damit die Best Ager im Unternehmen bleiben

Firmenchefs haben eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um ihre 50-plus-Mitarbeiter gesund, fit und zufrieden im Unternehmen zu halten. Einige Tipps:

Keine Sonderbehandlung

Ältere Mitarbeiter wünschen sich genauso wie jüngere Kollegen Aufmerksamkeit, Lob und einen respektvollen Umgang. Das bedeutet aber nicht, dass sie ständig gefragt werden möchten, wie es ihnen geht, ob sie etwa Unterstützung benötigen oder gern ein verlängertes Wochenende hätten. Mit dieser Art von Sonderbehandlung stempeln Unternehmer ihre „alten Hasen“ zum „alten Eisen“ ab.


Weiterbildung, aber richtig

Fortbildung ist für alle Mitarbeiter wichtig, deshalb müssen aber nicht zwangsläufig auch alle Kräfte dieselben Kurse besuchen. Geht es etwa darum, ein neues Computerprogramm zu lernen, ist die junge Generation oft im Vorteil. Zwar ist nicht grundsätzlich gesagt, dass ältere Beschäftigte langsamer lernen, trotzdem ist das häufig der Fall. Daher sollten Kurse zur Weiterbildung nach Lebensalter der Teilnehmer zusammengesetzt werden. Andernfalls sind die 50-plus-Mitarbeiter schnell frustriert, die Jungspunde gelangweilt.

Umschulungen

Kann ein älterer Mitarbeiter seine bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nicht mehr so gut erfüllen, sollten Firmenchefs über eine Umschulung im Unternehmen nachdenken. Eine solche Maßnahme kann sich aber auch empfehlen, wenn eine neue Kraft für den Arbeitsplatz eines langjährigen Mitarbeiters geeigneter erscheint. In diesem Fall gilt es, behutsam, aber sachlich mit dem Betroffenen zu sprechen.

Gesunde Arbeitsbedingungen

Die meisten Konzerne bieten mittlerweile gesundheitsfördernde Maßnahmen wie Rückenschulungen, Sport- oder Entspannungskurse an. Für mittelständische Unternehmen ist das oft zu aufwendig und zu teuer. Aber: Über die Krankenkassen lassen sich zum Teil günstige, teilgeförderte Varianten finden. Ergonomische Arbeitsplätze oder Stehpults können die Arbeit ebenfalls erleichtern.

Team-Events

Es muss nicht immer gleich ein Survival-Camp sein. Doch Events, bei denen Teams aus jüngeren und älteren Mitarbeitern lernen, dass sie gemeinsam am besten zum Ziel kommen, fördern das Verständnis und den Respekt der Teilnehmer untereinander. Vor allem, wenn sich Schwierigkeiten zwischen Jung und Älter anbahnen, können solche Veranstaltungen nützlich sein.

Teilzeitmodelle und Home Office

Wer nicht mehr voll im Unternehmen arbeiten kann oder möchte, lässt sich vielleicht gern auf Teilzeit ein. Auf diese Art kommen Firmenlenker älteren Mitarbeitern entgegen und riskieren nicht, ihr Wissen zu verlieren. Auch fest vereinbarte Home-Office-Tage können ein geeignetes Modell sein.

Freelancer

Geht eine verdiente Kraft in Rente, soll ihre Kompetenz dem Unternehmen aber erhalten bleiben, besteht die Möglichkeit, eine freie Mitarbeit anzubieten. Auf dieser Basis können ehemalige Angestellte, gerade Fach- und Führungskräfte, auch sehr gut als Berater oder Trainer für die Firma tätig sein.