Globalisierte Wirtschaft: Bei internationalen M&A-Transaktionen gibt es besondere Herausforderungen, an die nicht jeder Unternehmer denkt.
Globalisierte Wirtschaft: Bei internationalen M&A-Transaktionen gibt es besondere Herausforderungen, an die nicht jeder Unternehmer denkt.

In einer globalisierten Wirtschaft nehmen Übernahmen oder Zusammenschlüsse zwischen internationalen Partnern zu. Damit erhöht sich auch die Komplexität der Verhandlungen. Eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Themenfelder.

Angesichts einer stetig steigenden Globalisierung und der internationalen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen kommt es im Rahmen von Veräußerungsüberlegungen der Gesellschafter immer häufiger zur Frage, ob ein internationaler Partner der richtige Nachfolger ist. Eine gründliche und entsprechend international ausgerichtete Vorbereitung des Veräußerungsprozesses und der Dokumentation ist maßgeblich entscheidend dafür, ob eine Cross Border-Transaktion erfolgreich durchgeführt werden kann. Schließlich stellen grenzüberschreitende M&A-Transaktionen oftmals höhere Anforderungen an die involvierten Parteien (Management, Berater etc.) als erwartet. Im Folgenden werden Themengebiete beschrieben, auf die es zu achten gilt, damit ein erfolgreicher Abschluss realisiert werden kann.


Im internationalen Kontext haben sich in den  vergangenen Jahren bestimmte Kernthemen herauskristallisiert, die es insbesondere zu beachten gibt:

A. Compliance

In der vergangenen Dekade hat sich dieses Themengebiet im internationalen Umfeld als eine wesentliche Kernthematik herauskristallisiert. Gerade bei strategischen, börsennotierten Partnern ist dies ein Kriterium, das im Rahmen der Transaktion sehr genau geprüft werden muss. Hier treffen oftmals buchstäblich zwei Welten aufeinander, da in vielen mittelständischen Unternehmen kein detailliertes Compliance-System integriert ist oder gerade aufgebaut wird. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, die aktuelle Ist-Situation sehr klar zu beschreiben und bestenfalls zu belegen. Natürlich wird man nicht innerhalb von wenigen Monaten ein der SEC (US-Börsenaufsichtsbehörde für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den Vereinigten Staaten)konformes Compliance-System etablieren können. Es behindert den Prozess, wenn man dieses Thema erst auf Rückfrage und einer fortgeschrittenen Phase beleuchtet.

B. Patente, Marken und proprietäres Know-how

Klare rechtliche Verhältnisse (Eigentümerschaft, Vergütungsregelungen für Miterfinder etc.) sollten insbesondere auch bei den Themen Patente, Marken und proprietäres Know-how vorhanden sein. Made in Germany ist ein Gütesiegel im internationalen Kontext. Dies hat jedoch nur einen geringen Wert, wenn Unklarheiten hinsichtlich des Patent- oder Markenschutzes bestehen.