Internationale Märkte: Deutsche Unternehmen sind derzeit laut einer KPMG-Studie zurückhaltend.
Internationale Märkte: Deutsche Unternehmen sind derzeit laut einer KPMG-Studie zurückhaltend.

Planen mittelständische Unternehmen im Ausland eine Akquisition, ergeben sich erhöhte Anforderungen an die Vorbereitung und Durchführung. Erfolgsentscheidend für die grenzüberschreitende Due Diligence ist ein „Think home, act local“-Ansatz.


„Unternehmensinternes M&A-Know-how bei mittelständischen Investoren ist in der Regel nicht oder nur rudimentär vorhanden.“

Armand von Alberti, M&A-Berater


Deutsche Unternehmen haben im internationalen Vergleich bereits ein hohes Maß an Globalisierung erreicht. Gleichzeitig hält der Trend zur Internationalisierung über strategische grenzüberschreitende Unternehmenskäufe – Outbound M&A – ungebrochen an. Dies gilt insbesondere auch für den Mittelstand. Übliche Themen sind dabei Informationsasymmetrie, Datenqualität, Zeitdruck und Verhandlungsmacht der Parteien. Bei internationalen Transaktionen kommen weitere Aspekte hinzu wie landesspezifische Regularien und Rechtsprinzipien, die Sprache sowie kulturelle Unterschiede. Daher gilt bei grenzüberschreitenden M&A-Prozessen, insbesondere im Mittelstand, ein besonderes Augenmerk der sorgfältigen Vorbereitung sowie einer bedarfsgerechten Durchführung der Transaktion.

Kompetentes Team als Ausgangspunkt der Due Diligence

Während bei kapitalmarktorientierten Unternehmen sowie bei Großunternehmen meistens eigene M&A-Abteilungen vorhanden sind, ist unternehmensinternes M&A-Know-how bei mittelständischen Investoren in der Regel nicht oder nur rudimentär vorhanden. Unternehmenserwerbe sind einfach nicht Bestandteil des Tagesgeschäfts. Es sollte daher ein erfahrener M&A-Berater engagiert werden, der das Projekt strukturiert und begleitet, über die notwendige Prozess- und Methodenkompetenz verfügt und ein Netzwerk in dem jeweiligen Zielmarkt vorweisen kann. Weiterhin bedarf es auch eines kompetenten Due-Diligence-Ansprechpartners. Dieser sollte einerseits die Anforderungen und Bedürfnisse des Mittelständlers kennen (Think Home). Andererseits sollte er mit den landesspezifischen Besonderheiten des Heimatmarktes des Zielunternehmens (Act Local) vertraut sein.