Nachhaltig zum Gipfel

Als mittelständisches Familienunternehmen mischt Vaude seit Jahren im hart umkämpften Outdoor-Markt mit. Dank einem klaren Fokus wachsen die Schwaben stärker als der Branchendurchschnitt: Mit Nachhaltigkeit.

Zweistellige Wachstumsraten bei Vaude

Steiles Wachstum: Während der Outdoormarkt insgesamt ruckläufig war, konnte Vaude weiter zulegen. (© Vaude Sport GmbH & Co. KG)
Steiles Wachstum: Während der Outdoormarkt insgesamt ruckläufig war, konnte Vaude weiter zulegen. (© Vaude Sport GmbH & Co. KG)

Und die Marke Vaude ist erfolgreich. Den Wachstumsrückgang der Branche in den letzten Jahren bekam sie nicht zu spüren. „Wir hatten durchgängig Wachstumsraten von sieben bis elf Prozent“, so die Geschäftsführerin. Der Rest der Branche musste sich laut EOG zuletzt mit 2,8 Prozent zufrieden geben. Deutschland ist immer noch der wichtigste Markt, doch auch im Ausland, etwa in Asien, sind die Schwaben aktiv. In China, Taiwan und Korea werden Vaude-Produkte unter Lizenz vertrieben. Produziert wird in Vietnam und zu einem kleinen Teil am Standort in Obereisenach. Mittlerweile arbeiten weltweit 1.400 Mitarbeiter für Vaude. Der Umsatz liegt im höheren zweistelligen Millionenbereich.

Einzig bei der Eröffnung der Franchise-Läden musste das Label vom Bodensee seine Erwartungen etwas zurückschrauben. Bis heute gibt es 12, eigentlich sollten es mehr sein. „Wir haben die Komplexität der Eröffnung solcher Läden unterschätzt, die Prozesse wollen gut geplant und aufgesetzt sein“, gibt von Dewitz zu. Zudem sei das derzeitige Marktumfeld nicht gerade geeignet, jemanden als Franchisenehmer eines Outdoor-Stores zu gewinnen. Hinter dem Konzept steht sie jedoch, und die einzelnen Läden entwickeln sich auch gut. Die Tettnanger wollen sich nicht treiben lassen. „Wir gehen unseren eigenen Weg“, sagt von Dewitz – und man glaubt es ihr.


Zur Person

Antje von Dewitz (© Vaude Sport GmbH & Co. KG)Antje von Dewitz ist seit 2009 Geschäftsführende Gesellschafterin des Outdoor-Anbieters Vaude. Dass sie das Unternehmen ihres Vaters einmal übernehmen würde, war nicht von vornherein klar: Die 41-Jährige studierte Kulturwissenschaften in Passau, machte Praktika bei verschiedenen NGOs und in den Medien. Ziel war es, die Welt ein Stück weit zu verbessern – bis sie merkte, dass sie das im eigenen Unternehmen am besten kann. www.vaude.com