Soldan-Fähnchen für die Schnupfenzeit

Em-Eukal-Bonbons von Soldan: Mittlerweile gibt es sie in zig Geschmacksrichtungen (© SOLDAN Holding + Bonbonspezialitäten GmbH)
Em-Eukal-Bonbons von Soldan: Mittlerweile gibt es sie in zig Geschmacksrichtungen.

Bekannt ist das Familienunternehmen Dr. C. Soldan vor allem durch sein Em-eukal Eukalyptusbonbon. Mittlerweile hat das Unternehmen das Sortiment allerdings deutlich erweitert und will im hart umkämpften Markt weiter wachsen.

Wenn die Tage kürzer werden, die Bäume ihre Blätter verlieren und die Temperaturen sinken, beginnt für Perry Soldan die Hochsaison. „Im Oktober, vor Weihnachten und zur Faschingszeit gibt es drei Erkältungs- und Grippespitzen“, so der Geschäftsführer von Dr. C. Soldan. Schlechtes Wetter hilft ihm ungemein: Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaften die Franken in diesen Monaten des Jahres. Em-eukal gehört zu den bekanntesten Hustenbonbonherstellern in Deutschland. In der vierten Generation befindet sich das Unternehmen mittlerweile in Familienhand.

Gummidrops von Em-Eukal: Das Produkt hat sich weiterentwickelt. (© SOLDAN Holding + Bonbonspezialitäten GmbH)
Gummidrops von Em-Eukal: Das Produkt hat sich weiterentwickelt. (© SOLDAN Holding + Bonbonspezialitäten GmbH)

1899 machte sich Dr. Carl Soldan mit einer Medizinal-Drogerie selbstständig. 1923 war dann die Geburtsstunde von Em-eukal. Das „Em“ steht für Menthol, „eukal“ ist die Abkürzung von Eukalyptus. Anfang der 60er- bis in die 70er-Jahre waren einzelne Drogisten die größten Abnehmer. Dann etablierten sich mit Rossmann, Müller, dm, Budnikowsky und Schlecker große Drogerieketten. In Apotheken und im Einzelhandel bietet das Unternehmen zudem seine Produkte an. Über Jahrzehnte haben sich die Bonbons in den Köpfen der Menschen verankert. „Wesentliches Element war, dass sich die Marke im Fachhandel nicht verändert hat“, sagt Soldan.

Als Symbol für die Hartkaramellen stand immer das Fähnchen. Hatte es in den 50er-Jahren noch den Zweck, dass die Kohlekumpels die Bonbons ohne Fingerdreck in den Mund schieben konnten, ist es zum Markenzeichen der Franken geworden – ohne eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Mittlerweile gibt es die Drops in zig verschiedenen Rezepturen. Rund 1000 liegen in Adelsdorf im Tresor. Sämtliche Neuentwicklungen testet der Chef persönlich. Welche ihm am besten schmecken, kann er pauschal nicht beantworten. Sehr am Herzen liegt ihm jedoch das „aechte Bayerische Blockmalz“, die zweitälteste Rezeptur des Hauses, und Kinder Em-eukal, für das er als Kind schon für Fotoshootings vor der Kamera stand.

Doch früher wie heute ist Em-eukal klassisch, das erste Bonbon mit Eukalyptus und Menthol, der Hauptumsatzträger. „Ich hatte Glück, von meinem Vater eine starke Marke zu übernehmen“, sagt Soldan. Zum Brot- und Buttergeschäft gehören auch Klassiker wie Salbei- und Honigbonbons.

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