Großes Augenmerk auf ökologischer Stromerzeugung
Während die Republik Strompreise und Energiewende diskutiert, zeigt Schmalz, dass Ökologie und Ökonomie kein Gegensatzpaar sind: Das Unternehmen speist mehr Energie in das Stromnetz ein, als der Betrieb benötigt. Schmalz investiert bereits seit vielen Jahren kontinuierlich in erneuerbare Energien und hat ein Lastmanagementsystem im Einsatz. In der Fünf-Jahres-Bilanz 2008–2012 wird deutlich, dass Schmalz mehr Energie eingespeist hat, als Strom und Wärme verbraucht worden waren: 20.853.992 kWh wurden eingespeist, 19.919.379 kWh entnommen. Macht einen Positivsaldo von fast 1 Mio. Kilowattstunden.

„Die Nachhaltigkeit in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales ist eng miteinander verknüpft. Nur in gesamter Betrachtung und Anwendung kann Nachhaltigkeit funktionieren, denn globale und soziale Ziele können nur dann verwirklicht werden, wenn sie mit der ökonomischen Gesamtentwicklung in Einklang stehen“, befindet man bei Schmalz. Auch bei der Entwicklung neuer Produkte steht das Thema Nachhaltigkeit ganz oben. Entscheidend sei das Zusammenspiel von technischem Fortschritt, Qualität und Ressourcenschutz. Ziel von Schmalz ist es, Betriebskosten für den Anwender sowie schädliche Umwelteinflüsse konsequent zu minimieren.

Finanzierung über Hausbank abgesichert
„Schmalz legt bei der Finanzierung des internationalen Wachstums großen Wert auf nachhaltige Eigenfinanzierung. Externen Finanzierungsbedarf deckt Schmalz schwerpunktmäßig über herkömmliche Bankfinanzierung ab. Die Wahrung einer hohen Eigenkapitaldecke ist für Schmalz ein wichtiger Baustein zur Sicherung der langfristigen Eigenständigkeit und Unabhängigkeit“, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Auch in Zukunft wird man dem Namen auf dem Kapitalmarkt eher nicht begegnen: „Schmalz ist ein traditionelles Familienunternehmen in der dritten Generation. Die langfristige Sicherung des Fortbestands des Unternehmens sowie die dafür benötigte finanzielle Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von externen Geldgebern stehen dabei an vorderster Stelle. Finanzierungsformen an der Börse sind nicht geplant.“

Fazit:
Schmalz als Technologie- und Marktführer in einem hochspezialisiertem Bereich ist ausgesprochen margenstark, in guten Jahren werden Umsatzrenditen von bis zu 10% nach Steuern realisiert. Eine solche Konstellation würde an der Börse goutiert, doch einer Öffnung zum Kapitalmarkt erteilt das Unternehmen eine klare Absage.

Stefan Preuß

Kurzprofil J.Schmalz GmbH
Gründungsjahr: 1910
Branche: Automatisierung mittels Vakuumtechnologie
Unternehmenssitz: Glatten/Kreis Freudenstadt
Mitarbeiter: 750
Konzernumsatz 2011: 66,6 Mio. EUR
EBT 2011: 10,45 Mio. EUR
Internet: de.schmalz.com

Diesen Artikel finden Sie auch im GoingPublic Magazin Nr. 5/2013 oder auf www.goingpublic.de.