Die J. Schmalz GmbH , beheimatet in einem Schwarzwald-Örtchen namens Glatten/Kreis Freudenstadt, zählt mit 750 Beschäftigten zu den weltweit führenden Anbietern in der Automatisierungs-, Handhabungs- und Aufspanntechnik mittels Vakuumtechnologie. Das Unternehmen befindet sich in 3. Generation in Familienbesitz. Gegründet als Fabrik für Rasierklingen, wuchs Schmalz mit Unternehmergeist und Ingenieurskunst zu einem Hightech-Unternehmen.

In zahlreichen Branchen vertreten
Die Produkte von Schmalz werden in ganz unterschiedlichen Produktionsprozessen eingesetzt – zum Beispiel als Greifer an Roboterarmen in der Karosseriefertigung, in CNC-Bearbeitungszentren als Aufspannlösung für Möbelteile oder mit einem Bediener bei manuellen Hebeaufgaben von Kartonagen bis Solarmodulen. Die Kunden nutzen bei Schmalz entweder Lösungen, die aus einem Komponentenprogramm assembliert werden, oder erhalten eine individuelle Komplettlösung.

Das Schmalz-Produktspektrum ist in die vier Geschäftsbereiche Vakuum-Komponenten, Vakuum-Greifsysteme, Vakuum-Handhabungssysteme und Vakuum-Aufspannsysteme unterteilt. Die Greifsysteme als modular aufgebaute, anschlussfertige Komplettsysteme versprechen hohe Flexibilität beim Einsatz in Roboterapplikationen. Die durch einen Bediener manuell geführten Handhabungssysteme erleichtern Arbeitsprozesse und erlauben das Handhaben auch sehr empfindlicher Werkstücke. Vakuum-Aufspannsysteme stehen für kurze Rüstzeiten und ermöglichen die effiziente Rundumbearbeitung von Werkstücken in CNC-Bearbeitungszentren und bei der manuellen Bearbeitung.

Start 1910 als Hersteller von Rasierklingen
Das Unternehmen wird 1910 von Johannes Schmalz gegründet, und zwar zur Herstellung von Rasierklingen. Ein selbst entwickelter und hergestellter Schleif- und Polierautomat und Neuanschaffungen wie eine automatische Klingeneinwickelmaschine für bis zu 70 Rasierklingen pro Minute befördern das Wachstum des Unternehmens, das bis nach China und Afrika exportiert.
Ingenieur Artur Schmalz, Sohn des Gründers, muss nach Geschäftsübernahme neue Geschäftsfelder entwickeln, denn der elektrische Rasierapparat setzt der Klinge zu. Er stellt fest, dass die in der Landwirtschaft immer öfter genutzten Traktoren entsprechende Anhänger benötigen. Der daraufhin entwickelte Schmalz-Kipper mit dem von Artur Schmalz patentierten Stützrad stellt das ideale landwirtschaftliche Fahrzeug dar. Schmalz entwickelt und produziert eine Vielzahl an weiteren Transportwagen, wie Postwagen, Servierwagen oder Gepäckwagen für Bahnhöfe, schließlich Flughafengepäckwagen und Schmalz produziert nicht nur Produkte für Solarmodule, sondern legt auch selbst Wert auf eine ökologische Energieversorgung. Quelle: Schmalz GmbHCockpittreppen. Doch Transportbänder und Gates erschweren auch dieses Geschäft. In den frühen 1960er Jahren entwickelt sich mit den Lacktrockenwagen ein neuer, wichtiger Schwerpunkt der Produktion. Diese Wagen sorgen für den rationellen Trocknungsprozess von Möbelteilen und ermöglichen die Lagerung zwischen einzelnen Produktionsschritten.
1984 übernimmt Dr. Kurt Schmalz in 3. Generation die Geschäftsführung, die sechs Jahre später durch seinen Bruder Wolfgang Schmalz komplettiert wird. Anfragen aus der Möbelbranche zum besseren Handling großer Werkstücke lassen die Ingenieure Vakuumgreifer entwickeln. Das neue Geschäftsfeld ist geboren, mittlerweile mit mehreren Hundert Patenten und Gebrauchsmustern abgesichert.