Partner und Impulsgeber

Ob neue Geschäftsidee, Wachstum oder Unternehmensnachfolge: Mittelständische Beteiligungsgesellschaften stellen in ihren Bundesländern wichtige Finanzierungsbausteine zur Verfügung.

Wohlfühloase zieht Gäste an

Im Wonnemar Resort-Hotel Wismar, unmittelbar angebunden an das gleichnamige Erlebnisbad, können es sich die Gäste richtig gut gehen lassen. Dafür sorgen schon die 90 mit Echtholzparkett und Boxspringbetten ausgestatten Gästezimmer, von denen ein Teil ganz speziell auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten ist. Auch Bowlingbahn, Fitnessstudio, Tennis und ein Restaurant gehören zum Angebot des Wellness-Hotels, von dem ein „Bademantelgang“ direkt zu den Thermen führt. Das Erlebnisbad war zuerst da. „Wir haben uns von Beginn an überlegt, wie wir den Badegästen eine Gelegenheit zu mehrtägigen Aufenthalten bieten können“, sagt Volker Kurz, Geschäftsführer der InterSPA-Gruppe, die unter der Marke Wonnemar bundesweit Freizeitbäder plant, baut und betreibt. Wismar ist der erste der sechs Standorte, bei dem das Badeangebot durch ein Hotel ergänzt wird und in das InterSPA insgesamt 12,5 Mio. Euro investiert hat. Eine besondere Rolle bei der Finanzierung spielte die von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH eingebrachte stille Beteiligung. „Sie steht für eine sinnvolle Stärkung der Eigenkapitalbasis und eröffnet uns als mittelständischem Unternehmen Möglichkeiten, die wir sonst nicht nutzen könnten“, sagt Kurz. Unter anderem lasse sich mit diesem Finanzierungsbaustein auch wieder mehr Fremdkapital mobilisieren. Bereits im ersten Jahr lag die Auslastung bei 60 Prozent und im ersten Quartal 2018 schon bei über 70 Prozent.

Friseursalon von Coco Nord: 35 Filialen gibt es in Deutschland.© Coco Nord GmbH & Co. KG
Friseursalon von Coco Nord: 35 Filialen gibt es in Deutschland.© Coco Nord GmbH & Co. KG

Wenn der Schnitt richtig sitzt

Seit 37 Jahren aktiv ist die Friseur Coco Nord GmbH & Co. KG mit Hauptsitz im holsteinischen Molfsee. Das Familienunternehmen mit 35 Filialen in Deutschland setzt vor allem auf stark frequentierte Standorte. Für Qualität sorgen regelmäßige Schulungen der rund 400 Mitarbeiter zu den neuesten Haarschnitttechniken und Farbentrends. „Unser Preiskonzept erlaubt es gleichzeitig der ganzen Familie, an der Qualität teilzuhaben“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Ercan Erduran. Er hat das Unternehmen im Zuge der altersbedingten Nachfolge von der Gründerin übernommen. Man kannte sich von seiner Tätigkeit im Kosmetikbereich des Henkelkonzerns her, wo Erduran zwölf Jahre lang im internationalen Marketing und Vertrieb tätig und auch für die Schwarzkopf-Produktlinie für Friseursalons zuständig war. Bei der Unternehmensakquise arbeitete er eng mit seiner Sparkasse zusammen. Sie stellte zudem den Kontakt zur MBG Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH her. „Die von der MBG eingebrachte stille Beteiligung war entscheidend, weil ich dadurch die Eigenkapitalquote halten konnte“, erläutert Erduran. Auch die persönliche Chemie hat gestimmt. „Außerdem behalte ich meine unternehmerische Freiheit, denn die MBG mischt sich nicht in das Tagesgeschäft ein“, sagt er. Auch im Unternehmen gibt es klare Zuständigkeiten. Mehrere von Filialleitern geführte Standorte werden jeweils zusammengefasst von Bereichsleitern geführt, die ihrerseits an den Firmenchef berichten. Ebenfalls wichtig: „Wir bilden jährlich 50 junge Menschen aus, die so unseren Qualitätsanspruch von Beginn an kennen“, so Erduran.