Mitarbeiter der PUK-Werke: Die Internationalisierung startete 2004 (© PUK-Werke KG)
Mitarbeiter der PUK-Werke: Die Internationalisierung startete 2004.

Die PUK-Werke konnten bereits mit eigenen Produktionsstätten in Polen und der Türkei in Europa und den Nahen Osten expandieren. Jetzt wagt sich das Unternehmen nach Fernost und hat dazu Anteile an einem Familienbetrieb in Indien erworben. 

Am Anfang stand das Treffen zweier Berliner Unternehmer, die Kabelschellen und Kabelkanäle produzierten. Anton Klein hatte sein Werk 1935 gegründet, Hermann Pohl 1951. Um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck standzuhalten, beschlossen die beiden zu fusionieren. Aus P(ohl) und K(lein) wurden 1969 die PUK-Werke im Berliner Stadtteil Neukölln im Schatten der Berliner Mauer. Dort gedieh das Geschäft prächtig, PUK wurde in der Branche zum Inbegriff für

Dr. Stefan Romberg, Geschäftsführer der PUK-Werke, mit Unterflursystemen seines Unternehmens (© PUK-Werke KG)
Vielfältig einsetzbar: Dr. Stefan Romberg, Geschäftsführer der PUK-Werke, mit Unterflursystemen seines Unternehmens. (© PUK-Werke KG)

Kabelschellen, Kabeltrassen und Unterflursysteme. Wo immer in einem Gebäude ein Elektrokabel oder eine Telefonleitung versteckt und geschützt werden muss, greifen die Bauherren auf die Produkte des Unternehmens zurück. Nach der Übernahme eines weiteren Betriebes in der Eifel in den Achtzigerjahren und in Baden-Württemberg 2001 war man innerhalb der Unternehmensgruppe mit 400 Mitarbeitern bei einem Jahresumsatz von 50 Mio. Euro angekommen. Rund ein Viertel wurde im Export erwirtschaftet. Das Ende der Fahnenstange schien erreicht.

Eigene Produktionsstätten sparen Logistikkosten

Mit dem Eintritt des neuen Geschäftsführers Stefan Romberg im Jahre 2004 begann das Unternehmen dann jedoch seine Internationalisierungsstrategie: „Für das Unternehmen war es die einzige Möglichkeit, weiteres Wachstum zu generieren.“ Problematisch war allerdings der Transport der Produkte über längere Distanzen. Die Kabelschächte waren aus dünnen und langen Blechteilen gefertigt, die allzu oft beim späteren Transport beschädigt wurden. Dementsprechend teuer waren dann die Logistikkosten im Vergleich zum Preis der Produkte. Romberg beschloss mit seinem Team, auf eigene Produktionsstätten zu setzen. Die bestehende Produktion in Polen wurde ausgebaut und verlagert, zwei Jahre später folgte ein Werk in der Türkei. In allen Fällen wurden die Investitionen aus dem Eigenkapital des Unternehmens finanziert. Dann nahm das Unternehmen den asiatischen Markt ins Visier. Auch hier wollte man mittels einer Übernahme aktiv werden.