Sichtbar machen: Mackevision visualisiert Daten, vor allem für die Automobilindustrie (© Mackevision Medien Design GmbH)
Authentischer Eindruck: Mackevision visualisiert Daten, vor allem für die Automobilindustrie.

Vielen ist Mackevision seit der Kult-Serie „Game of Thrones“ ein Begriff. Doch das schwäbische Unternehmen kann mehr als „Fantasy“. Es hat sich zu einem Weltmarktführer der datenbasierten Visualisierung emporgeschwungen. Dies gelang durch ein stark ausgeprägtes Unternehmerprofil sowie einer soliden Finanzierung. 

Computer Generated Imagery (CGI) vereint die Bereiche 3-D-Visualisierung, Animation und visuelle Effekte. Die Ursprünge der Technologie liegen in den 1970er-Jahren. So gab es die ersten CGI-Sequenzen schon in den berühmten Star-Wars-Filmen, später dann in Blockbustern wie Terminator 2 oder Jurassic Park. Die Kreation von dreidimensionalen Bildern, die mithilfe von Computern erzeugt werden, geht wiederum auf die ersten Flugsimulatoren zurück.


Digital konfigurieren

Die Wurzeln der Mackevision GmbH liegen in der klassischen Postproduktion, strategisch jedoch wurde bald nach Gründung auf die 3-D-Visualisierung gesetzt. Die Verantwortlichen hatten frühzeitig die Bedeutung dieses Segments für die Automobilindustrie erkannt. Technisch anspruchsvolle CGI-Lösungen boten dieser traditionellen Industrie Mitte der 1990er-Jahre eine neuartige Form der Kommunikation mit den Kunden, inklusive neuer Marketingtools und interaktiver Vertriebswege. In der Folge konzentrierte sich Mackevision zum Ende des alten Jahrtausends mit seiner Angebotspalette auf die großen Automobilhersteller und deren Zulieferer. Der große Durchbruch gelang schließlich 2006 mit einem Großauftrag der Daimler AG. Heute können Automobilhersteller mit Unterstützung der Mackevision-Technologie ihre Autos vollständig digital konfigurieren, generiert aus den jeweiligen Konstruktionsdaten.

Emmy für Game-of-Thrones-Effekte

Von Beginn an hat Mackevision eine klare Wachstumsstrategie verfolgt. Im Jahre 2000 erfolgte nach dem Hauptsitz Stuttgart die erste Standorterweiterung in München. Der heutige Geschäftsführer Armin Pohl, einst als Freelancer im Auftrag Mackevisions gestartet, kaufte sich zunächst mit rund 35 Prozent in das Unternehmen ein, bevor er es im Jahr 2006 schließlich komplett übernahm. Entsprechend dem Wunsch nach mehr Kundennähe und in der Erkenntnis des immensen Markt-Potenzials außerhalb Deutschlands wurde 2010 ein weiteres Büro in Tokyo eröffnet. Zwei Jahre später folgten Niederlassungen in Los Angeles, London, Peking und Singapur, 2013 schließlich ein Büro in New York und Schanghai sowie ein Jahr später Paris, Florenz und Seoul.