FCF-Chef Arno Fuchs und Böbel hatten sich eher zufällig kennengelernt, und der Investmentbanker erkannte schnell das „gigantische“ Potenzial des neuen Motorenkonzepts. Aber erst einmal musste, wie immer in solchen Fällen, viel Arbeit erledigt werden: Marktanalyse, Durchleuchtung der Wettbewerbssituation, Bewertung. „Man muss ja auf die Fragen von Investoren Antworten geben können“, sagt Fuchs.

Auf dieser Grundlage ging es an die Hauptaufgabe, für die sich Fuchs als Banker und Berater den Unternehmen gegenüber verantwortlich fühlt: Eine Finanzierung muss zustande kommen. Sechs bis neun Monate setzt er für diesen „komplexen Suchprozess“ durchschnittlich an, der durchaus voller Hürden stecken kann. Denn die Family Offices, Private-Equity-Investoren und Venture-Capital-Geber gehen recht unterschiedlich vor.


Gerade alteingesessene Family Offices sind vielfach konservativ orientiert, sagt Fuchs: „Sie kaufen überwiegend Immobilien und Staatsanleihen.“ Frustrierende Momente bleiben dabei selten aus, wie er gesteht. Etwa wenn man denkt, es passt perfekt, und man dann doch eine Absage bekommt. Offener für neue Ideen zeigen sich eher jüngere Investoren. Nicht zuletzt persönliche Aspekte spielen eine entscheidende Rolle. Böbel und Hein scheinen da gute Karten gehabt zu haben: Sie haben nach Einschätzung von Fuchs „ein cleveres und durchsetzungsfähiges Team“ aufgebaut. Für visionäre Themen wie im Fall von Compound Disc ist ihm am liebsten ein Unternehmer, der eine Chance erkennt und schnell entscheidet, „ohne dass er gleich eine Due-Diligence-Prüfung macht und sein Investment-Komitee mitbringt“.