Werner Kieser hat vor 50 Jahren das Kieser Training erfunden und daraus eine europäische Marke entwickelt. Nun haben er und seine Frau die gemeinsamen Gesellschafteranteile abgegeben. Im Interview werfen der Gründer und sein Nachfolger Michael Antonopoulos einen Blick auf die schwierige Anfangszeit und die heutige Expansion nach China.

Herr Kieser, was möchten Sie mit dem Vermögen machen, das Sie nun besitzen?


WeK: Damit habe ich mich noch nicht befasst. Ich habe keine große Affinität zu Geld, meine Frau schon eher. Vielleicht investiere ich in Start-ups.

Sie möchten nicht nichts tun. Welche Ziele haben Sie als Pensionär?

WeK: Als Berater bin ich noch viel im Unternehmen, etwa bei der Entwicklung der Maschinen. Ansonsten mache ich Musik, habe viele literarische Freunde und zwei Hunde – langweilig wird mir sicher nicht. Ich habe spät noch mal Philosophie studiert und gemerkt, dass mir die Anstrengung richtig guttut. Lebenslanges Lernen ist Bodybuilding für den Kopf.

Wie oft trainieren Sie beide eigentlich selbst bei Kieser?

WeK: Zwei bis drei Mal die Woche, je nachdem, wie ich Zeit habe.

MiA: Ich versuche, regelmäßig zwei Mal pro Woche zu trainieren. Ich habe ja einen ganz kurzen Weg, muss nur eine Etage tiefer. Aber es gibt immer mal Gründe, warum es nicht klappt.


Zu den Personen

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Michael-Antonopoulos

 

 

 

 

 

Zu Beginn des Jahres hat das Unternehmerehepaar Werner Kieser und Gabriela Kieser seine Anteile an der Kieser Training AG verkauft. Die neuen Eigentümer sind Geschäftsführer Michael Antonopoulos, der vor sieben Jahren bereits die operative Nachfolge übernommen hat, und das Verwaltungsratsmitglied Nils Planzer. Das Unternehmen Kieser betreibt weltweit 130 Studios – die meisten davon in Deutschland als Franchise über die Kieser Training GmbH – mit über 270.000 Mitgliedern. Seine Erlöse gibt das Unternehmen nicht bekannt.
www.kieser-training.de