Als börsennotiertes Familienunternehmen setzt die Schweizer Electronic AG auf globale Partnerschaften und den Aufbau internationaler Produktionskapazitäten. Die Wachstumstrends bedient das Unternehmen durch sogenannte Embedding-Technologie.

Argumente für den neuen Standort

Bei alledem müssen natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hierzulande mitgenommen werden. „Sie waren schon ein bisschen skeptisch, als wir anfingen, die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten in einem Best Cost Country intern zu thematisieren“, räumt Schweizer ein. Letztlich sei jedoch die Notwendigkeit auch im Hinblick auf die hohen Auftragsbestände und die langen Lieferzeiten für die meisten im Unternehmen sichtbar gewesen. Allein durch die Partnerschaften in Asien sei dies nicht aufzufangen gewesen.


Schweizer ist überzeugt, dass die Investition in China auch den Standort Schramberg sichert. „Die Innovationen, die durch unsere Ingenieure entwickelt wurden, können durch ein intelligentes Zusammenspiel von Schramberg und China zu einem größeren Erfolg führen.“ Schweizer erhofft sich, für die internationale Kundschaft interessanter zu werden.

Dies alles seien Argumente, die auch in der Belegschaft und beim Betriebsrat auf Gehör und Verständnis gestoßen seien. „Darüber hinaus bauen wir auch den Standort Schramberg gerade in einen Hochtechnologiestandort für das Chip-Embedding um und investieren hier umfangreich seit mehreren Jahren. Das bedeutet auch, dass wir weiterhin hochqualifizierte Mitarbeiter hier auf dem Sulgen brauchen.“

Welche Zukunftsbranchen im Fokus stehen

Der Aufbau des neuen Geschäftsbereichsystems ist zusammen mit der Internationalisierung die logische Konsequenz steigender Kundenanforderungen, Erfahrung, zunehmenden Know-hows sowie der neuen Lösungsmöglichkeiten durch Embedding-Technologien. Ein umfangreiches Lösungsportfolio und das Fertigungs-Know-how versetzen Schweizer in die Lage, die Wertschöpfung weiter zu erhöhen und dadurch die Leistung von Systemen  zu verbessern. Für solche Lösungen besteht ein wachsender Bedarf in vielen Branchen, ganz besonders jedoch in der Automobilindustrie, etwa für Anwendungen im Bereich E-Mobilität. Ähnlich verhält es sich bei Hochstrom-Anwendungen, die auch im Industriebereich zunehmend gefragt sind.


 

Zur Person

Nicolas-Fabian Schweizer leitet seit 2011 in sechster Generation das börsennotierte Familienunternehmen Schweizer Electronic AG zusammen mit seinen beiden Vorstandskollegen Rolf Merte und Marc Bunz. Er ist gelernter Jurist und hat vorher bei verschiedenen Unternehmen und an internationalen Standorten gearbeitet.

Zum Unternehmen

Das Unternehmen Schweizer wurde 1849 gegründet. Seit 1989 ist es eine Aktiengesellschaft und in Frankfurt (Xetra) gelistet. Mit 25,59 Prozent ist die Familie Schweizer der größte Einzelaktionär. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern und wird von Michael Kowalski geleitet. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Schweizer einen Umsatz von 120 Mio. Euro bei einem EBIT von 0,3 Mio. Euro. Die Börsenkapitalisierung betrug zum Geschäftsjahresende Ende Juni rund 70 Mio. Euro.

www.schweizer.ag