Volles Haus bei der Commerzbank


Die Frankfurter Großbank lud ein und viele kamen: Vertreter von 400 mittelständischen Unternehmen trafen sich am Abend des 16. Mai zur Präsentation der Studienergebnisse „Neue Märkte, neue Chancen – Wachstumsmotor Internationalisierung“ in der BMW-World in München. Die wichtigsten Ergebnisse: 81% der Unternehmer rechnen mit einer schwachen Konjunktur für den Euroraum. Der Export gilt zwar als Erfolgsfaktor. Dennoch ist der Anteil der geplanten Auslandsexpansionen von 23% im Jahr 2007 auf 10% in 2013 gesunken. „Die Studie zeigt aber auch, dass der Mittelstand in Bayern im internationalen Geschäft gut aufgestellt ist“, sagt Marc Steinkat, Vorsitzender der Geschäftsleitung Mittelstandsbank Bayern-Süd der Commerzbank. Nach dem Empfang diskutierten auf dem Podium Stefan Albat, stellv. Hauptgeschäftsführer von der Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft, Norbert Schindler, Mitglied der Geschäftsleitung der Kathrein Werke KG, Jochen H. Ihler, Bereichsvorstand Mittelstandsbank SüdOst der Commerbank, Matthias Groth, Geschäftsführender Gesellschafter der Swoboda Holding GmbH und Silvia Specht, Executive Coaching & Systematische Organisationsberatung. Moderiert wurde der Abend von Tagesschausprecher Jan Hofer. Einig waren sich alle Experten, dass eine Expansion für mittelständische Unternehmen richtig und wichtig, jedoch auch nicht ganz einfach ist. Und manchmal bleibt Unternehmen gar nichts anderes übrig, als den Weg ins Ausland mitzugehen. Etwa dem Automobilzulieferer Swoboda: „Wären wir mit den Automobilherstellern nicht mitgegangen, wären wir künftig nicht mehr berücksichtig worden“, sagt Matthias Groth. Herausfordernd waren für sein Unternehmen vor allem die kulturellen Unterschiede. Wichtig sei, eine gewisse Demut auf dem Weg ins Ausland mitzubringen und die Arroganz am besten zu Hause zu lassen. Auch der weltweit größte Hersteller von Antennen, Kathrein, hat gar keine andere Wahl als die einer weiteren Internationalisierung: „Außer in Australien sind wir auf sämtlichen Kontinenten tätig“, sagt Norbert Schindler. Er plädiert dafür, dass das Personal im Ausland eigenverantwortlich handeln soll, man aber auch gewisse Kontrollmechanismen einführen sollte. www.unternehmerperspektiven.de