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Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat seine Produktionsprognose für 2015 deutlich nach unten revidiert. Grund sind veränderte Angaben des Statistischen Bundesamtes, nach denen sich die Prognose bemisst.

Der Verband geht mittlerweile von null Prozent Produktionssteigerung aus – im Herbst vergangenen Jahres waren es noch zwei Prozent. Das Statistische Bundesamt hatte die Produktionsindizes für den Zeitraum Januar bis April von 1,1 Prozent auf -1,4 Prozent nach unten korrigiert. Im Mai wurde sogar ein Minus von 6,8 Prozent gemessen. Insgesamt gesehen verfehlte das Produktionsvolumen des ersten Halbjahres damit das Vorjahresniveau um 2,5 Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf ist der Verband dennoch optimistisch: „Wir gehen davon aus, die Minusraten bis zum Jahresende ausgleichen zu können“, sagte Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.


Robust zeigt sich die Branche in einigen Bundesländern, etwa in Baden-Württemberg: 48 Prozent der dortigen Maschinen- und Anlagenbauer, die die Landessektion des VDMA befragte, berichten von einer sehr guten oder guten Auftragssituation. Über 90 Prozent gehen davon aus, dass sich die Auftragslage nicht verschlechtern werde. Als größte Wachstumsmärkte sehen sie Deutschland, die USA und China. Insgesamt schätzt der VDMA das Umsatzpotenzial der Branche in Baden-Württemberg auf 73 Mrd. Euro. Das wäre ein Real-Anstieg um drei Prozent. Allein 78 Prozent der Unternehmen dort gehen von einem deutlichen Umsatzanstieg aus, 46 Prozent rechnen mit mehr als fünf Prozent. www.vdma.org