Sieben bedeutende Wirtschaftsverbände, darunter der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sowie der Bundesverband der Deutschen Industrie, haben die Politik eindringlich vor der Einführung der Vermögenssteuer nach der Bundestagswahl gewarnt. Die Steuereinnahmen seien so hoch wie schon lange nicht mehr, außerdem würden die Vorgaben der Schuldenbremse mehr als erfüllt. Betriebswirtschaftlich könnte die Vermögenssteuer für manche Unternehmen zum Garaus werden: Denn wenn ein Unternehmen keine Erträge erzielt, muss die Steuerlast aus dem Eigenkapital bestritten werden. Je schlechter ein Unternehmen wirtschaftlich dasteht, desto schlimmer kann es von den Folgen der Vermögenssteuer getroffen werden. Außerdem reinvestieren gerade Mittelständler Gewinne sofort wieder ins Unternehmen, so dass auch diese Liquidität nicht einfach abgegriffen und zur Begleichung der Steuer herangezogen werden kann.

Zuletzt beklagen die Verbände die fehgeleitete gesellschaftliche Diskussion: Es werde zwar der Eindruck erweckt, dass vor allem vermögende Privatpersonen Ziel der Vermögenssteuer seien. Die erwarteten 900 Mrd. EUR an versteuerbarem Privatvermögen stecken aber zum Großteil in Unternehmen. 90% des erwarteten Steueraufkommens würden auf die Betriebe fallen. www.bdi.eu