An Schulen wird das Thema Unternehmertum häufig vernachlässigt. Deshalb entwickeln zu wenige Schüler den Wunsch, später ein eigenes Unternehmen zu gründen. Mit der Aktion „Schüler im Chefsessel“ vermittelt der Verband „Die Jungen Unternehmer – BJU“ Schülern bereits seit 1980 ein lebendiges und realistisches Bild vom Unternehmertum. Der BJU baut so eine Brücke zwischen Schule und Wirtschaft und versucht bestehenden Vorurteilen gegenüber dem Unternehmertum entgegenzuwirken. Anknüpfend an den Erfolg des Vorjahres, übernahm die GoingPublic Media AG in diesem Jahr die Organisation und mediale Begleitung von „Schüler im Chefsessel“ für ganz Bayern.

Rekordteilnehmerzahlen in Bayern

42 Schulen bekundeten ihr Interesse, 70 Schüler reichten Ihre Bewerbung ein und 45 Unternehmer stellten 49 Schülern ab 16 Jahren aus Fachoberschulen und Gymnasien ihren Chefsessel zur Verfügung. Die Jugendlichen verbrachten einen Tag an der Seite eines Unternehmers und erfuhren so hautnah die Herausforderungen des unternehmerischen Alltags aus erster Hand.

Je nach Interessenslage schnupperten die Schüler Unternehmerluft in großen traditionsreichen Familienunternehmen, wie der Käserei Champignon und der Sixt AG oder verbrachten ihren Tag in kleinen, familiär geführten Betrieben. Vom produzierenden Gewerbe mit 10.000 Mitarbeitern über Agenturen, Verlage und Ingenieurbüros bis hin zu Sportvereinen wie der Spielvereinigung Greuther Fürth waren nahezu alle Branchen vertreten.

Schüler- und Unternehmerstimmen

„Das Projekt Schüler im Chefsessel war auch für mich als Unternehmer eine bereichernde, positiv überraschende Erfahrung. Ich habe selten einen jungen Menschen kennengelernt, der so viel Potential und Engagement vereint. Mein Schüler im Chefsessel, Matthias Haag, und ich traten bei der Käserei Champignon als wirklich sehr cooles Gespann auf“, so lautet das Fazit von Rolf Esfeld dem Chef der Käserei Champignon Hofmeister GmbH & Co. KG. Auf die Frage wie er seinen Aktionstag bewertet, antwortet Claus Schuster, Geschäftsführer der defacto x GmbH: „Schüler sind besser als ihr Ruf.“ Sein Geschäftspartner Jan Möllendorf ergänzt: „Auch dieses Jahr hat es wieder viel Spaß gemacht, einer engagierten Schülerin die Unternehmens- und die Unternehmerwelt näher zu bringen.“ Als eine mit Sicherheit praxisnahe Erfahrung, die jeder Schüler nutzen sollte, der die Möglichkeit hat, beschreibt Jochen Rieger, Chef der WDT Werner Dosiertechnik GmbH & Co. KG „Schüler im Chefsessel“.

Auch für die Schüler war das Projekt ein voller Erfolg. Vincent Delitz, der für einen Tag lang „Chef“ der GSI Office Management GmbH war zieht sein Resümee aus „Schüler im Chefsessel“: „Ich hatte einen richtig spannenden, aufregenden und abwechslungsreichen Tag, bei dem ich eine Menge lernen konnte und viele Erfahrungen sammelte.“ Silvia Molema berichtet: „Vor allem eine Aussage blieb mir im Kopf: Wenn man Unternehmer ist, ist man mit der Arbeit verheiratet.“ Felix Daibler erzählt uns: „Als ich nach dem Aktionstag gefragt worden bin, ob ich denn jetzt Unternehmer werden will, muss ich ganz ehrlich antworten: Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass mir dieser Berufsweg offen steht, und dass es auf jeden Fall kein schlechter Weg wäre.“

Prämierung im Mai

Über Ihren Tag im „Chefsessel“ schreiben die Schüler Aufsätze, die von einer Jury bewertet und am 8. Mai in München im Rahmen der Prämierungsveranstaltung gekürt werden. Die Gewinner erwartet eine viertägige Berlin-Reise. In 5-10 Jahren wird sich zeigen, ob aus unseren „Schülern im Chefsessel“ junge Unternehmer geworden sind!

Alexandra Jung

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