Mittelstand in Europa: Volkswirtschaftlich hat er große Bedeutung. (© Thinkstock/Eyecandy Images)
Mittelstand in Europa: Volkswirtschaftlich hat er große Bedeutung.

Nicht nur für Deutschland, sondern auch für den Rest Europas sind Mittelstand und Familienunternehmen extrem wichtig: Sie erwirtschaften 20 Prozent des volkswirtschaftlichen Umsatzes. Das zeigt eine Studie des Centre for Economic and Business Research.

Was wäre Deutschland ohne seinen Mittelstand und Familienunternehmen, heißt es oft. Doch eine Studie des Centre for Economic and Business  Research (Cebr) im Auftrag des Softwareherstellers Sage zeigt: Auch für den Rest Europas sind sie extrem wichtig. Obwohl die Unternehmensgruppe nur ein Prozent aller Unternehmen stellt, verantwortet sie 20 Prozent des volkswirtschaftlichen Umsatzes. Im Jahr 2014 waren das 1,03 Brd. Euro. Mittelständische Unternehmen beschäftigen 17 Prozent oder 18,7 Mio. aller Angestellten in Europa. Bis 2019 rechnet das Cebr mit einem Zuwachs von 124.000 neuen Stellen.


Denn trotz aller politischer und wirtschaftlicher Unwägbarkeiten bleibt der Mittelstand in Europa optimistisch. Drei Viertel der 814 befragten Entscheidungsträger erwarten, dass ihr Umsatz 2015 gleich bleibt oder wächst. 55 Prozent wollen in diesem Jahr neue Mitarbeiter einstellen. Das scheint angesichts des Studienaufbaus nicht verwunderlich: Zwei Drittel der befragten Unternehmen gehören laut Sage zu den Innovatoren in ihren Volkswirtschaften und entwickeln neue Produkte und Geschäftsmodelle. Den Fachkräftemangel sehen demnach 60 Prozent als ihre größte Herausforderung an.

Die Bedeutung des Mittelstands für Deutschland ist unbestritten: Mit 5,5 Mio. Mitarbeitern beschäftigt er weit mehr als die europäischen Nachbarländer. Allein seit 2010 sind laut Studie 468.000 neue Stellen hinzugekommen. 2014 trug er knapp 300 Mrd. Euro zur Bruttowertschöpfung bei – ein Anstieg um 40 Prozent seit 2005. www.cebr.com