Das Geschäftsklima mittelständischer Unternehmen zeigte sich im März von den Turbulenzen und der anhaltenden Rezession im Euro-Raum unbeeindruckt – das ist Ergebnis des aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometers. Mit 16,6 Saldenpunkten bleibt es nahezu unverändert auf dem Niveau von Februar; damals war es geradezu sprunghaft von 10,3 auf 16,4 Punkte angestiegen. Die Urteile zur aktuellen Geschäftslage konnten sich leicht verbessern (+1,2 Zähler auf 21,4 Saldenpunkte), die Geschäftserwartungen gingen jedoch um 0,8 Zähler auf 11,4 Saldenpunkte zurück. Für die KfW zeugt die Konsolidierung der Erwartungen nach den sehr kräftigen Zuwächsen der Vormonate von Realismus: Deutschland werde sich zwar rasch von dem herben BIP-Einbruch im Schlussquartal 2012 erholen, die weitere Dynamik des Aufschwungs hänge aber vor allem stark von den europäischen Rahmenbedingungen ab.

Schlechter steht es um das Geschäftsklima bei Großunternehmen: Ihre Lagebeurteilung sank von 12,2 auf 8,7 Punkte, die Geschäftserwartungen lagen nach 4,8 Punkten im Februar bei einem Indexstand von 1,6. Ihr Klimaindikator sank um 3,4 Zähler auf 5,4 Saldenpunkte.

Verena Wenzelis