Schlechte Aussichten: Vor allem für die Industrie sank der ifo Geschäftsklimaindex (© fotolia/industrieblick)
Schlechte Aussichten: Vor allem für die Industrie sank der ifo Geschäftsklimaindex.

Keine Entwarnung beim Geschäftsklima: Der ifo Geschäftsklimaindex ist zum dritten Mal in Folge gesunken, auf aktuell 105,7 Punkte. Hielten sich bei den letzten Befragungen die negativen Geschäftsaussichten noch in Grenzen, sind diese nun in der Mehrheit: Der entsprechende Teilindex des ifo Geschäftsklimaindex sank von 102,3 auf 98,8 Punkte. Vor allem im Verarbeitende Gewerbe ist die Stimmung blank: Hier sank der Index von 8,1 auf 3,4 Saldenpunkte. Die Geschäftsaussichten der Branche befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit 2008. Dies sei typisch für die derzeitige Verfassung der Industrie, kommentierte Hans-Werner Sinn, scheidender Präsident des ifo Instituts, den aktuellen ifo Geschäftsklimaindex: „Die Industrie befürchtet eine Fortsetzung des Abschwungs, nachdem ihre Produktion am Jahresende bereits rückläufig war.“ Im Großhandel sanken sowohl Geschäftsaussichten und Lageurteile, während im Einzelhandel zumindest die Lage positiv eingeschätzt wurde.  

Hervorragend ist die Stimmung im Bauhauptgewerbe: Mit knapp sieben Saldenpunkten erreichen die Lageurteile einen Rekordwert. Die Bauunternehmen scheinen vor Aufträgen zu strotzen. Die Geschäftserwartungen sanken hingegen das vierte Mal in Folge. www.cesifo-group.de