Jeder zweite deutsche Familienunternehmer hat Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende für sein Unternehmen zu finden. Das ist Ergebnis einer Umfrage der Verbände „Wir Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“. Mit 61% ist die schlechte Vorbildung vieler Bewerber das größte Hindernis auf der Suche nach geeigneten Kandidaten. Vor allem mathematische Kenntnisse (38%), sprachliches Ausdrucksvermögen (37%), Sozialkompetenz (35%) und Leistungsbereitschaft (32%) seien bei vielen Bewerbern nicht genug ausgeprägt. Die Umfrage ergab auch, dass knapp die Hälfte (48%) der befragten Familienunternehmen eine Ausbildungsquote von 5% oder mehr hat. 60% von ihnen engagieren sich darüber hinaus dafür, die Qualität der Auszubildenden zu verbessern. 41% der Unternehmer bieten betriebliche Nachhilfe für Berufsschulkenntnisse an, 20% helfen beim Auffrischen von Mathematik und Deutsch.

Für Lencke Wischhusen, Bundesvorsitzende des Verbandes „Die Jungen Unternehmer“, ist das jedoch bereits wieder Anlass zum Handeln: „Ich würde mir wünschen, dass sich die Lehrinhalte in den Schulen auch an den aktuellen Anforderungen in den Unternehmen orientieren. Dazu gehört auch, dass mehr Wirtschaftsthemen in die Schulbücher und Lehrpläne gehören.“ www.junge-unternehmer.eu