Abgemacht: Bei ihrem Wachstum achten Familienunternehmen sehr auf Zukäufe.
Abgemacht: Bei ihrem Wachstum achten Familienunternehmen sehr auf Zukäufe.

Laut einer Umfrage der auf Familienunternehmen spezialisierten Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner wachsen Familienunternehmen verstärkt durch Zukäufe. Und die dürften in den nächsten Monaten noch zunehmen.

Insgesamt befragte Rödl & Partner 120 Bank- und M&A-Berater zum M&A-Verhalten deutscher Familienunternehmen weltweit. 41% beobachten eine  Zunahme der M&A-Deals von Familienunternehmen seit dem ersten Quartal 2013. Bei 43% blieb das Volumen immerhin auf konstant hohem Niveau. 75% der Befragten rechnen für die nächsten Monate damit, dass die Deals weiter zunehmen. Am häufigsten kaufen Familienunternehmen in Deutschland zu (35%), gefolgt von den USA (24%), Italien (19%) und Frankreich (16%). Doch auch Polen hat es geschafft, sich unter die beliebtesten Zielmärkte zu mischen. Grund sind laut Studie der relativ große Absatzmarkt und das starke Wirtschaftswachstum.


Wichtigste Zielbranchen sind der Maschinen- und Anlagenbau, Dienstleistungen und die Automobilindustrie. Am häufigsten erhoffen sich Familienunternehmen durch die Zukäufe Nähe zum Kunden (32%) und einen Zugewinn von Know-how (27%). Die Übernahme eines Mitbewerbers spielt bei knapp jedem vierten M&A-Deal von Familienunternehmen eine Rolle. Finanziert werden sie überwiegend durch Eigenkapital (68%), gefolgt von Fremdkapital (54%). Die Großzahl der Deals scheint in den Augen der Berater gut verlaufen zu sein: 73% stimmen dem zu. www.roedl.de