Außenstehende unerwünscht (© fotolia/Pabkov)
Familienunternehmen bleiben lieber unter sich

Deutsche Familienunternehmen stehen dem Einsatz von externen Managern in der Geschäftsleitung eher kritisch gegenüber. Ganz anders ist die Einschätzung im europäischen Durchschnitt.

Lediglich 54 Prozent der deutschen Familienunternehmen sehen einen Vorteil im Einsatz externer Manager in der Geschäftsleitung. Zu diesem Ergebnis kommt das European Family Business Barometer von KPMG und dem Verband European Family Businesses. Zum Vergleich: Europaweit liegt die Akzeptanz laut Studie mit 84 Prozent deutlich höher. Das drückt sich auch im konkreten Einsatz von familienfremden Managern aus. Werden im europäischen Durchschnitt drei Viertel der Familienunternehmen von Externen geführt, sind es in Deutschland nur etwa 57 Prozent.


Insgesamt wurden in der Studie in 25 Ländern über 1.400 Familienunternehmen befragt, aus Deutschland beteiligten sich 361. Knapp 30 Prozent der deutschen schätzen die externe Expertise und das zusätzlich Wissen am Vorteilhaftesten ein. 22 Prozent sehen im Einsatz Professionalisierungspotenzial und immerhin ein Zehntel den Vorteil, dass sich die Familienmitglieder auf strategische Fragen konzentrieren können. Der europäische Durchschnitt gibt zwar dieselben Vorteile an – allerdings ist die Zustimmung zu den Aussagen in allen Punkten deutlich höher

Mehr als doppelt so häufig wie Vorteile wurden von den befragten deutschen Unternehmen Risiken genannt. Knapp 40 Prozent sehen die Gefahr von Konflikten, ein Drittel fürchtet den Verlust persönlicher Verbundenheit zum eigenen Unternehmen. Ein Viertel sorgte sich um Kontrollverlust. www.kmpg.de