Ernst & Young: Autokrise in Westeuropa wird sich verschärfen

Die international tätige Unternehmensberatung Ernst & Young hält ein Ende der Absatzkrise des westeuropäischen Automobilmarktes für nicht in Sicht. Das ist Ergebnis des „European Automotive Survey“. Befragte Automobilmanager halten ein weiteres Absinken der PKW-Verkäufe um 2% für möglich – nach einem Rückgang um 8% im vergangenen Jahr. 43% gehen von sinkenden Verkaufszahlen aus, nur 25% rechnen mit einer Erholung des Marktes. In anderen Regionen hingegen ist weiter mit steigenden Verkaufszahlen zu rechnen; so sollen die Pkw-Verkäufe in China um 6% und in Indien um 5% zulegen. Dank dieses Wachstums kann sich die stark globalisierte deutsche Automobilindustrie zumindest teilweise von der Krise in Westeuropa abkoppeln: Immerhin 45% der deutschen Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Hinsichtlich Innovationskraft, Produktqualität und Produktivität bleibt Deutschland unter europäischen Automanagern der mit Abstand führende Automobilstandort weltweit. Einzig bei den Produktionskosten verliert Deutschland aus Sicht der Branche deutlich an Attraktivität und fällt im Vergleich zu 2011 vom ersten auf den elften Platz zurück. http://www.ey.com/DE/DE/Home

Verena Wenzelis