Viele Jobs zu vergeben: Der deutsche Arbeitsmarkt ist sehr gut aufgestellt (© fotolia/Gina Sanders)
Viele Jobs zu vergeben: Der deutsche Arbeitsmarkt ist sehr gut aufgestellt.

Kein europäischer Arbeitsmarkt hat sich so gut von der Wirtschafts- und Finanzkrise erholt wie der deutsche. Das zeigt eine Studie des Jobportals Glassdoor.

Demnach hat sich die Beschäftigungsquote hierzulande zwischen 2007 und 2014 um 2,8 Prozent verbessert – neben Deutschland ist das nur Österreich und der Schweiz gelungen. In den anderen Ländern ging die Beschäftigungszahl am Arbeitsmarkt zurück, allen voran in Griechenland, Spanien, Irland und Portugal.

Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist in nordeuropäischen Ländern am geringsten. Auch hier steht Deutschland auf dem ersten Platz, gefolgt von der Schweiz und Norwegen. Einen relativ hohen Wert hat Deutschland hingegen bei befristeten Arbeitsverträgen. Gemeinsam mit Zeitarbeit machen sie 13 Prozent am Arbeitsmarkt aus – knapp über dem OECD-Durchschnitt. Bei jungen Beschäftigten ist der Anteil sogar noch höher: Mehr als 50 Prozent der unter 24-Jährigen hierzulande haben einen befristeten Vertrag. In Estland oder Großbritannien sind es deutlich unter 20 Prozent. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass dies auch der Vielzahl von Ausbildungsverträgen in Deutschland geschuldet sein kann, die naturgemäß eine Befristung haben.

Auch sind in Deutschland nur sehr wenige Arbeitnehmer gezwungen, eine Teilzeitbeschäftigung wahrzunehmen. Ebenso wie in Belgien und Schweden ist deren Anteil nicht gestiegen – anders als in den restlichen Ländern, wo seit 2007 mehr Menschen unfreiwillig einer Teilzeitarbeit nachgehen. www.glassdoor.de