Deutscher Mittelstand ist alt und männlich

Von den Großen lernen: Mittelständische Unternehmen sind durchschnittlich älter als sonstige Erwerbstätige.
Von den Großen lernen: Mittelständische Unternehmen sind durchschnittlich älter als sonstige Erwerbstätige.

Wie sieht er aus, der typische Mittelständler? Das wollte der Verband der Vereine Creditreform wissen und befragte über 6.000 Unternehmen. Das Ergebnis: Im deutschen Mittelstand finden sich mehr männliche und ältere Entscheider als im Durchschnitt der erwerbstätigen Bevölkerung.

82 Prozent der Entscheider in den mittelständischen Unternehmen sind männlich – so lautet eines der Ergebnisse der Befragung von Creditreform. Bei den sonstigen Selbstständigen sind dies 68 Prozent, in der Gesamtheit der erwerbstätigen Bevölkerung knapp jeder zweite. Auch in der Altersstruktur unterscheiden sich mittelständische Unternehmer vom Rest der Bevölkerung: Knapp jeder Dritte ist zwischen 51 und 60 Jahre alt. Bei allen Erwerbstätigen sind dies gerade mal 20 Prozent. Annähernd gleich verteilt ist die Gruppe der 41- bis 50-Jährigen. Sie macht bei mittelständischen Entscheidern 31 Prozent aus, bei den sonstigen Erwerbstätigen 28 Prozent. Jeder vierte Mittelständler ist älter als 60 Jahre. Am jüngsten sind mittelständische Entscheider in Mecklenburg-Vorpommern (48 Jahre), Sachsen (50 Jahre) und Berlin (50 Jahre). Das Durchschnittsalter mittelständischer Unternehmer liegt bei 53 Jahren.

Jüngere Mittelständler sind vor allem auch in Großstädten zu finden. Beliebteste Wirtschaftszweige sind Erziehung und Unterricht, Gastgewerbe sowie die IKT-Branche. Traditionelle Branchen wie Bergbau, das Entsorgungsgewerbe oder die Verarbeitende Industrie sind hingegen fest in der Hand älterer Entscheider: Hier macht ihr Anteil bis zu 96 Prozent aus. www.creditreform.de

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