Angelsächsische Investoren sind die größten Anteilseigner im MDax und SDax. Doch auch der TecDax ist für sie interessant.

Die Kommunikationsagentur cometis  und der IR-Berater Ipreo haben die geografische Verteilung des institutionellen Streubesitzes von deutschen Mittelständlern an der Börse untersucht. Rund ein Viertel liegt in deutscher Hand, so ein Ergebnis der Studie.

Für die Studie haben Cometis und Ipreo die Aktionärsstruktur börsennotierter Mittelständler aus SDax, MDax und TecDax untersucht. Größter institutioneller Investor über alle drei Indizes hinweg ist  die norwegische Zentralbank. Sie ist mit rund 5 Mrd. EUR investiert. Daneben sind die Deutsche Asset & Wealth Management Investment, die Allianz Global Investors Europe sowie die amerikanische Capital Group die größten Investoren.

Im SDax und MDax sind amerikanische Investoren die am meisten vertretenen Anteilseigner. Sie haben sich nach der Finanzkrise aus dem deutschen Markt zurückgezogen und das vorherige Niveau noch nicht wieder erreicht. Dafür investieren skandinavische und westeuropäische Investoren verstärkt in den deutschen Mittelstand, und das über alle drei Indizes hinweg.

Im TecDax stellen deutsche Investoren die größte Gruppe, die Angelsachsen holen aber zunehmend auf. Das könnte auch daran liegen, dass London das beliebteste Ziel für Roadshows ist. Der TecDax ist der einzige Index, wo amerikanische Investoren ihr Engagement nicht reduziert haben.

Großes Potenzial sehen die Autoren der Studie in der Erschließung von Investoren aus dem asiatischen Raum. „Außerhalb Europas und Nordamerikas sind institutionelle Investoren kaum nennenswert in deutsche Small Caps investiert“, meint Michael Diegelmann, Vorstand von cometis.