Zielland USA: Deutsche Exporte gehen überwiegend dorthin (© fotolia/rabbit75_fot)
Zielland USA: Deutsche Exporte gehen überwiegend dorthin – auch im Maschinenbau.

Die USA werden für deutsche Exporte immer wichtiger: Bereits im Sommer stand fest, dass sie Frankreich zum ersten Mal als Zielland Nummer eins abgelöst haben. Diese Entwicklung zeigt sich nun auch im Maschinenbau.

Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) meldet, exportierte seine Branche von Januar bis September Ausfuhren in Höhe von 12,5 Mrd. Euro in die USA – ein Anstieg um 14,2 Prozent. Nach China, bislang wichtigster außereuropäischer Markt, gingen Waren im Wert von zwölf Mrd. Euro. Deutsche Exporte gehen nun also auch im Maschinenbau überwiegend in das nordamerikanische Land: Im Sommer wurde gemeldet, dass dies erstmals für die Exporte aller Branchen in Deutschlands gilt. Im Maschinen- und Anlagenbau machen deutsche Exporte in die USA mittlerweile 10,7 Prozent aus. Auch insgesamt konnten die Maschinenbauer ihr Auslandsgeschäft stärken: 2015 exportierten sie bislang Waren im Wert von 116 Mrd. Euro ins Ausland, 2,6 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2014.

Auch von Mexiko kamen starke Impulse: Hier konnte der Maschinenbau 46 Prozent mehr Waren hinliefern. „Die Impulse kamen dieses Jahr eindeutig von der andren Seite des großen Teiches“, so VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. In Europa überrascht Polen: Mit einem Exportzuwachs von knapp 16 Prozent holte es Russland als wichtigsten Osteuropa-Markt ein. Das ist angesichts der gravierenden Verluste im Russlandgeschäft allerdings kein Wunder: Hier sind deutsche Exporte in diesem Jahr erneut um 26,7 Prozent zurückgegangen. Frankreich, traditionell drittstärkster Auslandsmarkt deutscher Maschinenbauer, musste ein Minus von 3,1 Prozent hinnehmen. Dafür konnte das Geschäft mit anderen europäischen Ländern wieder zulegen: Italien verzeichnete ein Plus von 12,2 Prozent. www.vdma.org