Deutsche Exporte auf Allzeithoch

Exportvolumen auf Rekordniveau

Im Oktober konnte Deutschland Waren im Wert von 99,1 Mrd. EUR exportieren, so viel wie noch nie zuvor in einem Monat. Sie waren damit 0,6% höher als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 17,9 Mrd. EUR auf.

Dabei konnte vor allem der Handel mit EU- und Euro-Staaten weiter stabilisiert werden. In EU-Mitgliedsländer wurden Waren im Wert von 57,3 Mrd. EUR ausgefahren und 53,3 Mrd. EUR von dort bezogen. Die Ausfuhrrate lag damit 2,1% höher als im Oktober 2012. In Länder der Euro-Zone wurden nahezu unverändert Waren ausgeliefert, und zwar im Wert von 36,6 Mrd. EUR (-0,1%).

Dies ist insofern prägnant, da der Außenhandel mit europäischen Nachbarstaaten infolge der Eurokrise und Rezession 2012 über weite Strecken eingebrochen war. Deutsche Unternehmen halfen sich jedoch über verstärkte Ausfuhr in Drittländer außerhalb der europäischen Union. Aufs Jahr gesehen nahmen die Exporte hier um 8,8% zu, während sie in Länder der Euro-Zone um 2,3% abnahmen. Auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 entwickelten sich die Ausfuhren nach Europa rückläufig.

Doch die Trendwende scheint nun erreicht. Im dritten Quartal wurden 0,9% mehr Waren nach Europa insgesamt versendet. Der Anstieg in Ländern der Euro-Zone betrug 0,4%, in Länder der Nicht-Euro-Zone wurden 1,6% mehr exportiert. „Insgesamt mehren sich die Anzeichen dafür, dass sich die Rezession im Euroraum ihrem Ende neigt“, meint Dr. Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages im Interview mit der Unternehmeredition (Interview hier).

Für die Theorie der Erholung der Euro-Zone spricht auch, dass der Handel mit Drittländern um 2,9% zurückgegangen ist. Größter Verlierer dabei war Russland (-7,9%), während Exporte nach China um 5,2% zunahmen. „Dritt- und Schwellenländer hatten aber auch mit den Folgen der irreführenden Geldpolitik der US-Notenbank zu kämpfen“, so Treier. Dies habe zu enormen Kapitalabflüssen und einem Rückgang der Nachfrage geführt. www.dihk.de

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