Investitionen und Konsum: SIe trieben das BIP-Wachstum 2015. (© fotolia_Björn Wylezich)
Investitionen und Konsum: Sie trieben das BIP-Wachstum 2015.

Aufatmen in Deutschland: Die hiesige Wirtschaft ist 2015 um 1,7 Prozent gewachsen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Berlin mit. Träger des Aufschwungs war vor allem der Konsum – auch in Folge der Flüchtlingskrise.

Mit 1,7 Prozent entspricht das BIP-Wachstum 2015 ziemlich genau den Prognosen einschlägiger Forschungsinstitute. Gleichzeitig liegt es zum zweiten Mal in Folge über dem langjährigen Durchschnitt von 1,3 Prozent. Vor allem die Konsumausgaben waren Treiber: Die der Privathaushalte nahmen um 1,9 Prozent zu, die des Staates um 2,8 Prozent. Auch wurde wieder mehr investiert: Staat und Unternehmen kamen zusammen auf 3,6 Prozent an Mehrausgaben für Ausrüstungen wie Maschinen oder Fahrzeuge. Grund für das Wachstum dürften auch die vielen ankommenden Flüchtlinge sein, die alle untergebracht und versorgt werden müssen.

Auch im Außenhandel lief es rund: Deutsche Unternehmen exportierten 5,4 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen. Die Importe konnten um 5,7 Prozent gesteigert werden. Insgesamt konnten alle Branchen in Deutschland ihre Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent steigern. In der Einzelbetrachtung waren vor allem das Produzierende Gewerbe und der Dienstleistungssektor auf Wachstumskurs. Allein die Industriebetriebe in Deutschland sind für knapp ein Viertel des BIP verantwortlich. 2015 wurde das BIP erstmals von mehr als 43 Mio. Beschäftigten in Deutschland erbracht – 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. www.destatis.de